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Welche Form soll Ihre Küche haben?

Küchenplanung: Kapitel 5 – Elektrogeräte und Einbauten

Eine funktionale Kücheneinrichtung zeichnet sich vor allem durch ihre Elektrogeräte und Einbauten aus: Sie ermöglichen das Aufbewahren und Zubereiten von Lebensmitteln und erleichtern die Küchenarbeit. Kühlschrank, Gefriertruhe, Herd und Kochfelder gehören dabei in vielen Haushalten bereits zur Standardausstattung. Ebenso sind auch Spüle, Geschirrspüler und Dunstabzugshaube Küchenelemente, die in keiner Küche fehlen dürfen. Unterschiedliche Designs, Funktionen und Ausstattungsmerkmale erschweren dabei die Wahl der richtigen Geräte. Hinzu kommen Mikrowellen, Dampfgarer, Warmhalteschubladen und weitere Einrichtungen, die für noch mehr Vielfalt und Komfort in der Küche sorgen. Damit Sie sich in diesem breiten Produktangebot leichter orientieren können, bietet Ihnen dieses Kapitel einen Überblick über Typen, Ausführungen und Funktionen der wichtigsten Elektrogeräte und Einbauten.
Inhaltsverzeichnis
  • 1. Kühlen
  • 2. Kochen
  • 3. Lüften
  • 4. Spülen

Küchenplanung Tipps: Elektrogeräte und EinbautenOptimal abgestimmt auf Küchengrundriss (Kapitel 1), Küchenform (Kapitel 2), Ergonomie und Sicherheit (Kapitel 3) und perfekt eingepasst in die Küchenschränke (Kapitel 4) entsteht so die Küchenumgebung Ihrer Wünsche. Sie haben bestimmte Designvorstellungen? Wie Sie Ihre Küche im Landhausstil einrichten, was eine moderne Küche auszeichnet und welche Küchenstile es noch gibt, lesen Sie dann in Kapitel 6 unserer Reihe.

Kühlen

Kühlschrank, Gefrierschrank, Gefriertruhe oder Kombi-Geräte – der Handel bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Kühl- und Gefrierlösungen. Um aus diesem Angebot das richtige Gerät für Ihre Bedürfnisse wählen zu können, müssen Sie einige wichtige Faktoren berücksichtigen:

  • Ihre Haushaltsgröße
    Kühlschränke für Ein-bis-Zwei-Personen-Haushalte sollten etwa 120–140 Liter Nutzinhalt zur Verfügung stellen. Für jede weitere Person im Haushalt empfiehlt sich, ca. 60 Liter Kühlvolumen zusätzlich einzuplanen.
  • Art der Vorratshaltung
    Kaufen Sie wochen- oder monatsweise ein und frieren häufig Lebensmittel ein, ist ein Gefrierschrank mit ausreichend Platz notwendig. Essen Sie allerdings eher auswärts und legen keinen großen Wert auf Vorratshaltung, kann auch eine Kühl-Gefrierkombination ausreichend sein. Für das notwendige Volumen eines Gefrierschrankes sollten 50–80 Liter bei geringer und 100–130 Liter bei großzügiger Vorratshaltung angesetzt werden.

 
Achtung! Ein Kühlschrank mit Sternefach eignet sich erst ab 3 Sternen für langzeitiges Lagern. Hinzu kommt: Die Sternefächer umfassen in der Regel nur etwa 10–40 Liter Nutzinhalt und liegen damit deutlich unter dem empfohlenen Gefriervolumen selbst für geringe Vorratshaltung.

Küchenplanung Tipps: Sternefächer

 

  • Das Platzangebot
    Bei kleinen Räumen und geringen Ansprüchen an die Vorratshaltung kann auf einen Kühlschrank mit innenliegendem Gefrierfach zurückgegriffen werden. Für eine umfangreichere Vorratshaltung und wenig Platz ist allerdings eine kompakte Kühl-Gefrierkombination die beste Lösung. Steht dagegen viel Platz in Küche oder Wohnung zur Verfügung, ist es sinnvoll, sowohl einen Kühlschrank als auch eine separate Gefriertruhe anzuschaffen: Sie bieten jeweils den größten Nutzen und die energetisch günstigsten Werte.
  • Energieverbrauch des Geräts
    Küchenplanung Tipps: Energielabel Kühlgeräte Je größer der Kühl- und Gefrierraum, desto mehr Energie wird für den Betrieb benötigt. Dabei gilt: Leere Kühl- und Gefrierfächer sind energieaufwendiger als volle. Daher sollten Sie Ihren Bedarf genau kalkulieren und nach Möglichkeit ein passend großes Gerät wählen. Da ein Kühl- und Gefrierschrank in der Regel ohne Unterbrechung läuft, sollten Sie ein energieeffizientes Gerät kaufen. Das seit 1998 vorgeschriebene Energielabel informiert Sie über den jeweiligen Energieverbrauch. Die beste Energieklasse derzeit ist mit A+++ gekennzeichnet, die schlechteste mit A+.

 

Achtung! Entsprechend der europäischen Ökodesign-Verordnung dürfen seit 06/2012 nur noch Kühl- und Gefriergeräte der Klasse A+++ bis A+ neu in den Handel kommen. Ausnahmen gelten für sogenannte Absorberkühlschränke und Weinkühlschränke, für die eine Skala von A+++ bis G verbindlich ist.


TIPP:

Die sparsamsten Kühl-/Gefrierkombinationen erreichen Verbrauchswerte von 0,48 kWh/l pro Jahr (bei 25 °C Umgebungstemperatur) oder 0,34 kWh/l pro Jahr (bei 21 °C). Eine Kilowattstunde liegt aktuell bei ca. 0,24 Euro (inkl. Steuern und Abgaben).


  • Einbau- oder Standgerät
    Je nach Vorliebe erhalten Sie viele Geräte als Einbauvariante, sodass sie sich perfekt in das Design Ihrer Kücheneinrichtung einfügen. Ausgenommen hiervon sind allerdings Doppelkühlschränke und Gefriertruhen. Oder Sie setzen auf freistehende Kühlgeräte, die mit ihrer Edelstahloptik oder farbigem Retro-Chic Akzente in der Küchengestaltung setzen. Grundsätzlich sollten Sie bei der Entscheidung allerdings beachten, dass freistehende Kühl- und Gefriergeräte ein deutlich größeres Volumen bieten als Einbaugeräte. Legen Sie Wert auf einen großen Kühl- und Gefrierschrank, müssen Sie sich also eventuell mit einem freistehenden Gerät arrangieren oder einen Einbaukühlschrank und eine freistehende Gefriertruhe miteinander kombinieren.

 

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Achtung! Soll der Kühl- und/oder Gefrierschrank in die Küchenzeile eingebaut werden, muss auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden. Fehlt diese, führen Blenden und Seitenteile zu einem Wärmestau, der den Stromverbrauch deutlich erhöht und das Gerät überlasten kann.

Küchenplanung Tipps: Klimaklassen KühlgeräteBeim Kauf von Kühl- und Gefrierschränken sollten Sie außerdem die richtige Klimaklasse wählen. Hier gibt der Hersteller an, für welche Umgebungstemperatur das Kühlgerät ausgelegt ist. Auch der Energieverbrauch des Gerätes bezieht sich stets auf die Klimaklasse.

Die Umgebungstemperatur darf weder wärmer noch kühler sein, als die jeweilige Klimaklasse empfiehlt! Liegt die Außentemperatur deutlich über der Klimaklasse oder sinkt sie zu sehr ab, arbeitet das Gerät nicht mehr effizient. Bei Kühl-Gefriergeräten mit gemeinsamem Kompressor kann es sogar zu einem Auftauen der Tiefkühlware kommen.


TIPP:

Positionieren Sie Kühl- und Gefrierschränke nach Möglichkeit im der dunkelsten und kühlsten Raumecke. Vermeiden Sie Sonneneinstrahlung und Nähe zu Heizung, Backofen oder Herd. Als Mindestabstand zu Wärmequellen sind 30 cm zu empfehlen. Auch die Geschirrspülmaschine strahlt im Betrieb Wärme ab und sollte daher nicht direkt neben dem Kühlschrank stehen.
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Küchenplanung Tipps: Kühlschränke
Achtung! Unter 100 l Fassungsvermögen handelt es sich häufig um Minibars oder Campingkühlschränke. Diese Geräte funktionieren nicht mit Kompressortechnik wie übliche Haushaltsgeräte, sondern sind sogenannte Absorberkühlschränke. Sie sind sehr geräuscharm und effektiv, verbrauchen allerdings wesentlich mehr Energie als die regulären Geräte. Sollten Sie ein Gerät mit einer Energieklasse unter A+ sehen, handelt es sich in der Regel um einen solchen Absorberkühlschrank.
 
Küchenplanung Tipps: Temperaturzonen Kühlschrank
 


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TIPP:

Zur optimalen Ausnutzung der Kühlzonen in einem Kühlschrank orientieren Sie sich einfach an dieser Übersicht der Temperaturbereiche. Grundsätzlich gilt: Je höher und näher an der Tür, desto wärmer ist es im Kühlschrank.


Küchenplanung Tipps: Gefriergeräte


TIPP:

Küchenplanung Tipps: Vorteile GefriertruheDie Gefriertruhe ist aufgrund ihrer Form der effektivste und energieärmste Gerätetyp: Da kalte Luft nach unten sinkt, entweicht beim Öffnen weniger Kälte als bei Gefrierschränken. Damit hat eine Gefriertruhe den geringsten Energieverbrauch und vereist auch langsamer als andere Gefriergeräte. Auch was die Lagerzeit bei Störungen (Stromunterbrechungen) betrifft, sind Gefriertruhen die bessere Wahl: Mindestens 35 h bis hin zu 150 h werden hier die gefrorenen Lebensmittel weiter gekühlt. Gefrierschränke können dagegen oft nur 10 h bis 60 h überbrücken.


Küchenplanung Tipps: Vorteile GefrierschrankAchtung! Eine wichtige Kennzahl für einen Gefrierschrank ist die Gefrierkapazität in kg/24 h. Sie gibt an, wie viel Lebensmittel maximal zeitgleich zum Einfrieren in das Gerät gegeben werden dürfen. Überschreiten Sie diese Menge, ist der Gefrierschrank überlastet und es kann passieren, dass bereits Eingefrorenes antaut. Die leistungsstärksten Gefriertruhen haben eine Gefrierkapazität von 76 kg, die geringste Leistung liegt bei weniger als 10 kg. Grundsätzlich weisen Gefrierschränke häufig eine geringere Gefrierkapazität auf als Gefriertruhen.

 

Küchenplanung Tipps: Kühl-Gefrier-Kombinationen

Achtung! Bei Kühl-Gefrier-Kombinationen sollten Sie nur Geräte kaufen, die mit einer getrennten Kälteregelung und Stromzufuhr für Kühl- und Gefrier-Element ausgestattet sind. Nur so lassen sich die Temperaturen in beiden Bereichen beliebig regulieren. Die unabhängige Stromzufuhr stellt zudem sicher, dass bei technischem Versagen nur einer der beiden Teile ausfällt.


TIPP:

Tauen Sie den Eisschrank regelmäßig ab! Eis wirkt isolierend und hemmt so die Kühlleistung. Investieren Sie nach Möglichkeit in ein Gerät mit No-Frost-Technik und Abtauautomatik. Während „No-Frost“-Eisschränke die Eisbildung von vornherein verringern, sorgt die integrierte Abtauautomatik dafür, dass bereits entstandenes Eis schnell wieder verschwindet. So wird im laufenden Betrieb die Leistung des Eisschranks optimiert, ohne dass dafür das Gerät geleert und manuell abgetaut werden muss.


Achtung! Berücksichtigen Sie bei der Wahl eines Kühl- oder Gefrierschranks unbedingt die Geräuschemissionen des Gerätes. Die leisesten Ausführungen weisen einen Geräuschpegel von weniger als 40 dB(A) auf, lautere Modelle erzeugen bis zu 50 dB(A) im laufenden Betrieb. Zum Vergleich: Eine ständige Umgebungslautstärke von 65 dB(A) führt bereits zu einem erhöhten Risiko, an Herz-Kreislauf-Beschwerden zu erkranken, mehr als 85 dB(A) verursachen dauerhafte Hörschäden.

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Kochen

Verschiedenste Garmethoden und Techniken stellen für jeden Kochtyp die richtige Ausstattung zum Zubereiten von Mahlzeiten bereit: Ob traditionelle Gas- und Elektroherde, moderne Ceran- und Induktionskochfelder, schnelle Mikrowellen oder schonende Dampfgarer – die Entscheidung für die passenden Geräte fällt leicht, wenn Sie sich nach Ihren Kochgewohnheiten richten. Die besonderen Merkmale und Eigenschaften der einzelnen Geräte-Typen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

  • Nutzung und Funktion
    • Für schnelles Erhitzen und einfaches Kochen eignet sich die Mikrowelle am besten.
    • Besonders schonend, allerdings auch langwierig ist die Zubereitung mit einem Dampfgarer.
    • Auch Backöfen brauchen eine gewisse Vorlaufzeit, bis sie die passende Betriebstemperatur aufweisen. Dafür sind sie deutlich vielfältiger einsetzbar als Mikrowelle oder Dampfgarer: So gelingt nicht nur das einfache Garen von Fleisch und Gemüse – Grillen, Backen und Dörren ist hier ebenfalls möglich.

TIPP:

Moderne Backöfen können mit zusätzlicher Mikrowellen- und Dampfgarfunktion ausgestattet werden und stellen so auf kleinstem Raum alle Möglichkeiten zur Verfügung.


    • Kochfelder mit Gasbetrieb oder Induktionstechnik bieten direkte Wärmeentwicklung.
    • Mit Strom betriebene Kochfelder ohne Induktionstechnik heizen zwar langsamer auf, dafür kann hier auch nach dem Abstellen der Platte energiesparend und schonend mit Restwärme gekocht werden.

TIPP:

Glaskeramikflächen (Ceran®) sind sicherer, energieeffizienter und leichter zu reinigen als gusseiserne Platten oder offene Gasflammen. Grundsätzlich ist jedes Kochfeld als Ceranfeld erhältlich.


  • Energieverbrauch
    Küchenplanung Tipps: Energielabel BacköfenAnders als bei den ständig laufenden Kühl- und Gefriergeräten hängt der Energieverbrauch der Kochgeräte sehr stark von ihrer Nutzung ab. Daher ist auch für manche Geräte noch kein Energielabel vorgeschrieben, da es bisher keine einheitlichen Tests und Energievergleiche gibt. Der Energieverbrauch von Elektrobacköfen muss aber bereits gekennzeichnet werden. Die sparsamsten Geräte sind in der Kategorie A zu finden, die energieintensivsten befinden sich in der Kategorie G.

 

Achtung! Das Energielabel bei Elektroherden bezieht sich nur auf die Backröhre, nicht die Kochfelder. Gemessen wird hierbei, wie energieeffizient der Backofenraum beheizt werden kann.

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TIPP:

Verzichten Sie auf eine Selbstreinigungsfunktion, wenn Sie einen neuen Backofen kaufen. Die sogenannte „Pyrolyse“ verbraucht sehr viel Energie und verschlechtert die Bilanz des Gerätes deutlich. Achten Sie außerdem auf eine Dreifachverglasung der Backofentür. Diese bietet die beste Wärmedämmung bei Backöfen.


Küchenplanung Tipps: Herde

Achtung! Diese Maße gelten nur für Einbaugeräte. Standgeräte sind in der Regel an die üblichen Standardmaße von Küchenunterschränken angepasst und damit größer: Bei einer Höhe von 85 cm sind sie 50/60 cm breit und 60 cm tief.

Küchenplanung Tipps: Heizmethoden Backofen


TIPP:

Erkundigen Sie sich bei den einzelnen Herstellern und Modellen nach dem jeweiligen Funktionsumfang. Je nach Ausstattung gibt es noch viele weitere Heizarten für spezielle Zwecke, darunter zum Beispiel: Auftauen, Vorwärmen, Warmhalten, Gärstufe, Dörren, Einkochen, Niedertemperaturgaren, Vital-, Intervall-Dampfgaren, Klimagaren, Intervall Plus-Dampfgaren und vieles mehr.


Küchenplanung Tipps: Kochfelder


TIPP:

Moderne Induktionskochfelder kommen ganz ohne Kochfeld-Markierung aus. Ein Topferkennungssensor sorgt stattdessen dafür, dass immer genau der Bereich aktiviert ist, der dem Umfang des Topfes entspricht.


Achtung! Die energieeffizienteste Variante ist das Induktionskochfeld. Hierfür ist allerdings die Ausstattung mit passendem Kochgeschirr nötig. Die ineffektivsten Kochfelder sind elektrobetriebene gusseiserne Kochplatten, da hier viel Strahlungswärme verloren geht.

Küchenplanung Tipps: Dampfgarer

Küchenplanung Tipps: Warmhalteschubladen


TIPP:

Neben dem Vorwärmen von Geschirr, eignen sich Warmhalteschubladen besonders zum Warmhalten oder Antauen von Speisen, dem Gehen-Lassen von Hefeteig und Sanftgaren bestimmter Gerichte.


Küchenplanung Tipps: Mikrowellen

Achtung! Unabhängig von Außenmaßen und Volumen wird der Nutzraum der Mikrowelle im Wesentlichen bestimmt vom Durchmesser des Drehtellers sowie der Höhe des Innenraums.
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TIPP:

Besonders effizient ist eine Mikrowelle beim schnellen Aufwärmen, Auftauen, Garen und Erwärmen kleiner bis mittlerer Portionen. Durch die Mikrowellen-Technik kann hier mit wenig Fett und Wasser gegart werden, zudem entsteht weniger Abwasch als beim Kochen, da direkt im Essgeschirr gegart werden kann.


Lüften

Für ein gutes Raumklima sowie saubere, fett- und geruchsfreie Luft sorgen Abluft- oder Umluft-Geräte. War der Dunstabzug (auch: die Esse) früher vor allem ein technisches Küchenelement, das in vielen Küchendesigns versteckt wurde, hat sich das in den letzten Jahren geändert: Mittlerweile bewirken intelligente Produktdesigns, aber auch viele Zusatzfunktionen, dass Dunstabzugshauben elegant in Szene gesetzt werden. Auf welche Merkmale Sie grundsätzlich achten sollten, wenn die Entscheidung für eine Dunstabzugshaube ansteht, und welche Varianten es gibt, lesen Sie hier im Überblick:

 

  • Umluft oder Abluft?!
    Während ein Abluftkanal den Küchendunst (=Wrasen) über einen Fettfilter direkt nach draußen leitet und durch Frischluft ersetzt, ist dies beim Umluftbetrieb anders. Hier wird die angesaugte Raumluft durch einen Metallfilter gereinigt und wieder in die Küche zurückgeführt; ein zusätzlicher Aktivkohlefilter bindet unangenehme Gerüche.

Pro Abluft:
Eine Abluftlösung bietet sich an, wenn eine Verbindung nach draußen ohnehin vorhanden ist, z.B. bei einem nicht mehr genutzten Kaminschacht. Prüfen Sie aber unbedingt, ob Sie bestehende Kamine nutzen dürfen oder die Erlaubnis für einen Durchbruch bekommen.

Pro Umluft:
Gerade bei energetisch sanierten oder Passivhäusern sollte Sie dagegen auf Umluftbetrieb setzen, um nicht durch eine zusätzliche Öffnung in Wand oder Dach die Wärmedämmung herabzusetzen.
Folgende Nachteile gibt es hierbei:

  • Küchenplanung Tipps: Funktionen DunstabzügeDer Reinigungsgrad der Luft hängt davon ab, dass regelmäßig der Aktivkohlefilter gewechselt wird.
  • Dunstabzugshauben mit Umluft sind häufig lauter, weil der Aktivkohlefilter den Luftstrom behindert.
  • Die beim Kochen entstehende Feuchtigkeit wird nicht automatisch aus dem Raum geleitet, sondern muss durch die Raumlüftung beseitigt werden. Geschieht dies nicht oder nicht oft genug, erhöht sich die Gefahr von feuchten Wände und Schimmelbildung in der Küche.

TIPP:

Es gibt auch Dunstabzugshauben, die zwischen Abluft- und Umluftbetrieb umgeschaltet werden können. So lassen sich im Sommer die Vorzüge des Luftaustauschs nutzen, während im Winter mit der Umluftfunktion Heizenergie eingespart wird. Mit zusätzlicher Lüftungsfunktion ausgestattet, lässt sich die Dunstabzugshaube auch für die allgemeine Raumbelüftung nutzen.


  • Gebläsestärke
    Bei der Wahl der richtigen Dunstabzugshaube ist die Gebläsestärke (in m3/h) entscheidend: Abhängig von der Größe des Küchenraums benötigt die Dunstabzugshaube eine hohe oder niedrige Leistung. Für kleinere Küchen reichen bereits ≤300 m3/h, großzügigere, offene oder Wohnküchen benötigen dagegen ≥300 m3/h. Ihren persönlichen Abluftbedarf können Sie mit folgender Formel berechnen:
    Grundfläche Küche in m2 x Raumhöhe in m x 9 = nötige Luftförderleistung im Dauerbetrieb
    Grundfläche Küche in m2 x Raumhöhe in m x 12 = nötige Luftförderleistung im Maximalbetrieb

TIPP:

Entscheiden Sie sich für eine Dunstabzugshaube mit höherer Leistung, genügt meist der Betrieb auf kleiner Stufe für eine effektive Lüftung. So wird das Betriebsgeräusch sehr niedrig gehalten.


  • Maximales Betriebsgeräusch
    Erkundigen Sie sich nach der maximalen Geräuschentwicklung der Dunstabzugshaube. Üblich sind Werte von ≤40 dB(A) bis ≥70 dB(A) – das entspricht den Kategorien „flüsterleise“ bis „Straßenverkehr“. Für geringere Lautstärke im Kochbereich sorgen Abluft-Hauben, da die Luft keinen zusätzlichen Aktivkohlefilter passieren muss. Auch Modelle mit externen Motoren sind in der Wahrnehmung weniger laut, da sich die Gebläsemotoren hierbei außerhalb der Küche befinden.

 

Achtung! Leistungsfähigkeit ist nicht an Lautstärke gekoppelt – vergleichen lohnt sich daher! Geben Sie aber genau Acht, wenn extrem niedrige Werte angegeben sind. Da bisher keine standardisierten Tests für die Lautstärkemessung verlangt werden, können die Messgrundlagen sehr unterschiedlich gewählt worden sein. Im Zweifelsfall machen Sie am besten einen Hörtest, um zu entscheiden, ob die Lautstärke für Sie im akzeptablen Bereich liegt.


TIPP:

Wählen Sie ein Gerät mit vielen Gebläsestufen, lässt sich die Intensität und damit auch Lautstärke des Luftstroms sehr fein regulieren. Im Handel erhältlich sind Dunstabzugshauben mit 2 bis 8 Gebläsestufen.


  • Größe
    Dunstabzugshauben mit bis zu 59 cm Breite nehmen wenig Raum ein und setzen Designakzente. Um allerdings eine bestmögliche Lüftung zu gewährleisten, sollte die Breite und Tiefe der Dunstabzugshaube mindestens genauso groß oder größer als das jeweilige Kochfeld gewählt werden. Geräte mit 60 cm Breite fügen sich perfekt zwischen die klassischen Hängeschränke und sind ausreichend für ein normalbreites Kochfeld. Bei extrabreiten Ausführungen oder mehreren Kochfeldern bietet eine Unterbauhaube eine dezente Lösung. Von 90 cm Breite bis 180 cm erstrecken sich die Größen der Dunstabzugshauben für extrabreite Kochfelder.

 

Achtung! Nur, wenn die Dunstabzugshaube an den Seiten leicht über das Kochfeld hinausragt, kann sie alle aufsteigenden Kochdünste zuverlässig erfassen. Als minimaler Randabstand sollten bei Wandhauben 10 cm Überstand eingehalten werden, bei Inselhauben sogar 18 cm.

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TIPP:

Für sehr große Dunstabzugshauben empfiehlt sich ein Modell mit Randabsaugung, da hier die Luft stärker angesaugt wird und damit der Küchendunst über die gesamte Fläche erfasst werden kann.


Achtung! Die Fettfilter aus Metallgewebe sollten alle 3–4 Wochen gereinigt werden, um ein Festsetzen des Fettes zu vermeiden. In den meisten Fällen ist eine Reinigung im Geschirrspüler erlaubt. Hierbei kann es zu Verfärbungen kommen, die aber keinen Einfluss auf die Funktionalität des Filters haben.

 

  • Küchenplanung Tipps: Dunstabzüge zum EinbauenUnterbauhaube
    • wird unter dem Oberschrank oder direkt an der Wand montiert
    • ein schwenkbarer Wrasenschirm aus Glas sorgt für die Dunstleitung
    • Vorteil: preisgünstig; auch nachträglich und mit wenig Aufwand einbaubar; lässt sich unauffällig in jede Küche integrieren
  • Zwischenbauhaube/integrierte Haube
    • zur Montage zwischen 2 Oberschränken
    • verkleidet mit Original-Möbeltür
    • eine ausschwenkbare Dunstleittür öffnet den großen Wrasenraum
    • Vorteil: fügt sich harmonisch in die Gestaltung der Küchenfront ein; wirkt wie ein weiterer Hängeschrank
  • Flachschirmhaube/Flachlüfter
    • zum Einbau in einen geeigneten Oberschrank
    • von außen ist nur die schmale Auszugsblende sichtbar, die auch gegen eine Sichtblende des Möbelherstellers ausgetauscht werden kann
    • Wrasenschirm wird herausgezogen
    • Vorteil: besonders flach, einfache Montage, geringer Platzbedarf; für jedes Küchenprogramm umsetzbar
  • Lüfterbaustein
    • für die Installation über Kochinseln, in Kochnischen, gemauerten Kaminen, Essen oder vorbereiteten Schränken geeignet
    • Kochdunst wird seitlich am Rand eingezogen
    • Vorteil: hohe Luftleistung und geringes Geräusch

TIPP:

Die Randabsaugung, die bei Lüfterbausteinen zum Standard gehört, bietet auch bei jeder anderen Dunstabzugshaube große Vorteile. So besteht hier ein 5- bis 7-fach höherer Sog, der nicht mittig seine Wirkung entfaltet, sondern eine maximale Absaugung des gesamten Kochbereichs garantiert. Ein weiteres Plus: Die Metall-Fettfilter werden von einer leicht abwischbaren Metallplatte verborgen, sodass für eine ruhige und saubere Optik gesorgt ist.


Küchenplanung Tipps: Dunstabzüge Wandmontage

 

  • Wandhaube
    • zur Montage an der Wand
    • in unterschiedlichsten Ausführungen verfügbar (als Schräg-, Diagonal- oder Kopf-frei-Haube, Diagonalwandhaube, Eckhaube)
    • Vorteil: mit einem Mauerdurchbruch direkt über den Kochfeld kann bei Abluftbetrieb ein möglichst kurzer Abluftweg umgesetzt werden
  • InselhaubeKüchenplanung Tipps: Dunstabzüge freihängend
    • zur Montage an der Decke über der Kochstelle
    • mit (Teleskop-)Kamin oder Seilaufhängung
    • Vorteil: höhenverstellbar

TIPP:

Besonders für offene Küchen und Wohnküchen bieten sich Inselhauben mit Seilaufhängung an. Sie wirken elegant, nehmen wenig Platz in Anspruch und benötigen kein aufwendiges Abluft-System.


Achtung! Laut Brandschutzvorschriften müssen bestimmte Mindestabstände in der Installationshöhe eingehalten werden, damit eine Dunstabzugshaube betriebssicher ist. Als Richtwerte sind folgende Angaben festgelegt:
elektrische Kochfelder – Installationshöhe von min. 60 cm
gasbetriebene Kochfelder – Installationshöhe von min. 65 cm

  • TischhaubeKüchenplanung Tipps: Tischhaube
    • zum Einbau neben dem Kochfeld
    • fest installierte oder versenkbare Ausführungen
    • bei Nichtgebrauch bündig in der Arbeitsplatte verstaut
    • Vorteil: Kochdünste werden direkt am Kochfeld erfasst; optimal für offene Küchen und Kochfelder direkt vor dem Fenster
    • Höhe: ca. 50–100 cm

Spülen

Neben dem Kühlen und Kochen ist die dritte wichtige Tätigkeit in der Küche das Spülen. In modernen Haushalten wird der Großteil des Geschirrs mit der Maschine gespült. Das ist nicht nur praktischer und bequemer – der Wasser-, Energie- und Spülmittelverbrauch in einem Geschirrspüler ist zudem deutlich sparsamer als ein Spülen von Hand. Das Spülbecken ist dennoch weiterhin unabdingbar in jeder Küche: Spezielle Beschichtungen, empfindliche Materialien und elektronisch betriebene Küchenhelfer erfordern immer noch eine behutsame manuelle Reinigung. Und auch für die Kochvorbereitung ist die Küchenspüle zentral. Viele neuere Modelle bieten hier spezielle Ergänzungen und Funktionalitäten, die über den Basisnutzen von Spüle und Armatur deutlich hinausgehen. Informieren Sie sich im Folgenden über Standards, Ausführungen und Besonderheiten im Bereich „Spülen“.

Küchenplanung Tipps: Armaturen


TIPP:

Suchen Sie eine Vorfenster-Lösung, wählen Sie passende Fensterarmaturen, die versenkbar oder abnehmbar sind.


Küchenplanung Tipps: Spülen

Achtung! Die meisten Spülbecken sind unabhängig von ihrer Form innen abgerundet für eine einfache Reinigung und einen optimalen Wasserabfluss. Moderne Design-Varianten haben bisweilen aber auch eckige Innenflächen (gekennzeichnet als sogenannte „Nullradius“-Spülen). Hier besteht erhöhter Reinigungsbedarf, da sich in den Ecken Kalk und Schmutz festsetzen kann.
Hier kostenlos anfragen – bis zu 3 Vergleichsangebote erhalten.

Küchenplanung Tipps: Varianten Spülen

Abstand

Küchenplanung Tipps: Geschirrspüler

Achtung! Entsprechend der europäischen Ökodesign-Verordnung dürfen seit 12/2013 nur noch Geräte der Klasse A+++ bis A+ neu in den Handel kommen. Geschirrspüler mit einer schlechteren Energiebilanz sind daher veraltete Modelle, die nur in der Anschaffung günstiger sind.

Küchenplanung Tipps: Varianten Geschirrspüler

Abstand

Achtung! Sowohl bei der Trocknungswirkung als auch bei der Reinigungswirkung sollten Sie unbedingt ein Gerät der Kategorie A wählen. Diese ist mittlerweile Standard bei vielen Herstellern, bisweilen gibt es aber noch vereinzelt Geschirrspüler, die nur B-Werte aufweisen.


TIPP:

Haben Sie eine offene oder Wohnküche, entscheiden Sie sich am besten für ein Gerät mit minimaler Geräuschentwicklung. Achten Sie bei den Angaben zur Geräuschemission darauf, dass die Werte 42 dB(A) und weniger betragen.

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Erstellt in Zusammenarbeit mit:

elektroland24


Adrian Kurras

Adrian Kurras ist Redakteur beim Küchenportal. Als passionierter Hobbykoch kennt er die täglichen Anforderungen, denen eine Küche gewachsen sein muss, aus eigener Erfahrung. Im Küchenmagazin schreibt er über Gestaltungsmöglichkeiten in der Küche, die richtige Einrichtung und alles, was dazu gehört.

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