Traumküche gesucht?
Welche Form soll Ihre Küche haben?

Küchenplanung: Kapitel 3 – Ergonomie und Sicherheit

In Kapitel 1 und 2 unserer Küchenplanung haben wir Ihnen erklärt, was Sie bei der Erstellung von Grundriss und Planskizze berücksichtigen müssen und welche Vorteile und Merkmale die unterschiedlichen Küchenformen haben. Haben Sie den Grundriss vorliegen und sich für eine Küchenform entschieden, geht es nun um die passende Ausstattung und Einrichtung der neuen Küche. Damit Sie lange Freude daran haben, sollten Sie hier vorausschauend planen: Gerade im Hinblick auf sicheres Kochen und ergonomisches Arbeiten in der Küche gibt es viele Neuerungen und Individualisierungsmöglichkeiten, von denen Sie dauerhaft profitieren. Ob Barrierefreiheit, ein ideal eingerichteter Küchenarbeitsplatz, leicht bedienbare Schränke und Geräte oder Kindersicherheit – orientieren Sie sich mithilfe der folgenden Tipps und richten Sie Ihre Küche nach Ihren persönlichen Anforderungen und Bedürfnissen ein.
Inhaltsverzeichnis
  • 1. Barrierefreiheit
  • 2. Arbeitshöhe
  • 3. Arbeitswege
  • 4. Arbeitsplatzgestaltung
  • 5. Stauraumplanung
  • 6. Licht
  • 7. Kindersicherheit
  • 8. Automatik

Küchenplanung Tipps Ergonomie und Sicherheit

Barrierefreiheit

Eine barrierefreie Küche setzt voraus, dass die Kücheneinrichtung optimal auf den Bewegungsradius und die Möglichkeiten ihrer Nutzer abgestimmt ist. Dabei sind die Anforderungen an die Gestaltung einer barrierefreien Küche vielfältig und verschieden. Folgende Merkmale und Ausstattungen lassen sich aber für alle Arten barrierefreier Kücheneinrichtungen zugrunde legen:

  • Küchenplanung Tipps: BarrierefreiheitKalkulieren Sie die Abstände zwischen Küchenzeile, Essplatz und weiteren Einrichtungselementen großzügig: Empfehlenswert ist eine Mindest-Bewegungsfläche von 90 cm vor den Küchenmöbeln. Die Standard-Bewegungsfläche vor den Küchengeräten liegt mit 1,20 m x 1,20 m deutlich höher.
  • Soll der Platz in der Küche für einen Rollstuhl zweckmäßig sein, werden 1,50 m Mindestfläche als Bewegungsraum vor allen Einrichtungselementen benötigt.

Küchenplanung Tipps Barrierefreiheit Zugang

    Achtung! Für einen barrierefreien Zugang muss die Türschwelle ebenerdig sein. Eine Schwelle zum Balkon darf max. 2 cm hoch sein, um noch als barrierefrei zu gelten.
  • Griffleisten in der Nähe von Sitzgelegenheiten, entlang der Küchenmöbel sowie der Wände bieten Orientierung für sehbehinderte Menschen und Unterstützung bei Gehschwierigkeiten. Zudem vereinfachen sie den Zugriff auf Schränke und Geräte.
  • Achten Sie auf leichtgängige und gedämpfte Schubladen und Schranktüren. Profitieren Sie außerdem von halbautomatischen Einrichtungen: Möbel mit der sogenannten „Tip-On/ Tip to open“-Technik öffnen und schließen auf einen kurzen Druck-Impuls hin selbsttätig.
    Küchenplanung Tipps Barrierefreiheit gedämpfte Schubladen
  • Höhenverstellbare Küchenmöbel und -elemente reagieren flexibel auf die Anforderungen aller Bewohner. Mit der entsprechenden Technik versehen, können bei Bedarf sowohl die Arbeitshöhe der Schrankelemente als auch der Esstisch individuell angepasst werden – bei elektronischer Steuerung ganz ohne Kraftaufwand.
    Küchenplanung Tipps Barrierefreiheit höhenverstellbare Küchenmöbel

 

  • Küchenplanung Tipps Barrierefreiheit Rollstuhlnutzung absenkbare SchränkePlanen Sie die Schrankverteilung nach Ihren Bedürfnissen:
    • Bei der Optimierung für die Rollstuhlnutzung sollten beispielsweise die zentralen Arbeitsflächen unterfahrbar sein. Setzen Sie in diesem Fall auf rollbare Unterschränke, Sockelschubladen und Vollauszüge, um gut erreichbaren und flexiblen Stauraum zu schaffen.
    • Oberschränke, die abgesenkt oder geschwenkt werden können, schöpfen das komplette Raumangebot der Küche aus. Auf diese Weise entsteht zusätzliche Staufläche, die über einen hydraulischen und/oder elektronischen Betrieb leicht zugänglich gemacht wird.

TIPP:Küchenplanung Tipps: Barrierefreiheit - Hausautomaten

Viele Geräte und Einrichtungen können elektronisch (fern-)gesteuert werden. So ermöglicht eine durchdachte Hausautomation, dass Elektrogeräte, Fenster, Türen, Heizung und Lüftung miteinander gekoppelt und zentral verwaltet werden. Spezielle Schalter, Taster und Bedienelemente, die auf die persönlichen Erfordernisse zugeschnitten sind, sorgen für eine instinktive und einfache Handhabung.


Achtung! Alle Anzeigen, Schalter und Knöpfe sollten groß, intuitiv verständlich und gut erkennbar sein.

Arbeitshöhe

Um Belastungen im Rücken zu vermeiden, müssen Sie bei der Einrichtung der Küche auf die richtige Höhe von Arbeitsplatten, Schränken und Geräten Rücksicht nehmen. Diese unterscheidet sich je nach Körpergröße und Tätigkeit. Wichtige Zahlen und Maße haben wir hier für Sie zusammengestellt:

  • Küchenplanung Tipps ArbeitshöheDie ideale Arbeitshöhe liegt nach Erkenntnissen des Darmstädter Instituts für Arbeitswissenschaften etwa 10 bis 15 cm unterhalb des Ellenbogens. Zugrunde gelegt wird hierbei die Körpergröße des Hauptnutzers. Bei mehreren Personen im Haushalt empfiehlt sich die Einrichtung unterschiedlich hoher oder variabler Arbeitszonen.

 


TIPP:

Können Sie aktuell nicht nachmessen, hilft Ihnen diese Rechenformel, um schnell auf die entsprechende Höhe zu kommen:

Körpergröße in cm ÷ 1,8 = optimale Arbeitshöhe


Achtung! Dieses Richtmaß gilt nur für die Arbeitsflächen, an denen Speisen vorbereitet werden.
Damit auch in den anderen Arbeitszonen der Küche rückenschonend hantiert werden kann, sollten die einzelnen Zonen gestuft eingebaut werden:

  • Küchenplanung Tipps Arbeitshöhe KochbereichDer Kochbereich ist 15 cm niedriger zu positionieren als die Arbeitsplatte, da die zusätzliche Höhe von Töpfen und Pfannen eingerechnet werden muss.
  • Anders dagegen das Spülbecken: Für ein angenehmes Arbeiten muss es deutlicher höher platziert werden als die Arbeitsplatte. 10 bis 15 cm über Arbeitsplattenniveau garantieren ein ergonomisches Hantieren.

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TIPP:

Die Oberkanten der Töpfe, der Boden des Geschirrspülbeckens und die Arbeitsfläche müssen sich etwa auf der gleichen Höhe befinden.


Küchenplanung Tipps Arbeitshöhe Elektrogeräte

  • Der Einbau von Kühlschrank, Backofen, Geschirrspüler und anderen Elektrogeräten sollte sich ebenfalls an der Körpergröße orientieren. Ideal ist die Positionierung in Greifhöhe: So können Sie die Geräte bequem und rückenfreundlich bestücken.
  • Um in der Küche eine gute Arbeitsumgebung zu gewährleisten, muss zudem der richtige Abstand zwischen Unter- und Oberschränken gegeben sein. Mit einer Nischenhöhe von 48 bis 50 cm stellen Sie sicher, dass ausreichend Kopffreiheit gegeben ist. Zudem lässt sich mit Unterbauleuchten eine gute Lichtversorgung der Arbeitsplatten realisieren und auch die Stauflächen im Hängeschrank sind mühelos zu erreichen.

Arbeitswege

Für eine effiziente Nutzung der Küche müssen außerdem die Wege zwischen den Arbeitszonen gut geplant werden. Kurze Abstände sind hier ebenso wichtig wie eine sinnvolle Anordnung der verschiedenen Bereiche. Unabhängig von der Größe der Küche und ihrer Ausstattung sollten Sie folgende Grundsätze beachten:

  • Der Kernarbeitsbereich darf maximal 7 m2 umfassen. Wird diese Vorgabe eingehalten, sind alle wichtigen Geräte und Arbeitsbereiche zentral positioniert und ermöglichen ein ökonomisches Arbeiten.

Küchenplanung Tipps ArbeitswegeTIPP:

Die Zonen Aufbewahren/Kühlen – Vorbereiten/Spülen – Kochen/Backen sind optimal positioniert, wenn sie nicht mehr als eine doppelte Armlänge voneinander entfernt sind.

Achtung! Der Mindestabstand von 1,20 m zwischen zwei gegenüberliegenden Küchenzeilen muss eingehalten werden, damit alle Schränke und Geräte problemlos geöffnet und verwendet werden können.


  • Küchenplanung Tipps Arbeitswege RechtshänderKüchenplanung Tipps Arbeitswege LinkshänderSind Sie Rechts- oder Linkshänder? An Ihrer Händigkeit orientiert sich die Reihenfolge der Arbeitsbereiche Aufbewahren/Kühlen – Vorbereiten/ Spülen – Kochen/Backen: Ein Rechtshänder arbeitet hier von links nach rechts, ein Linkshänder entgegengesetzt.
    Achtung! Nur bei einer einzeiligen Küche sind die Arbeitsbereiche nebeneinander anzuordnen. Günstiger für die Arbeitsabläufe ist es, wenn Kühlschrank, Spüle und Herd im Dreieck zueinander liegen und auf gegenüberliegenden Küchenzeilen verteilt werden.

Arbeitsplatzgestaltung

Neben der Einrichtung der richtigen Arbeitshöhe und kurzer Arbeitswege ist auch die Gestaltung der Arbeitszonen selbst ein wichtiger Faktor für gesundes Arbeiten in der Küche. Hierbei empfiehlt sich, auf abwechslungsreiche, variable und funktionale Arbeitsbereiche zu setzen:

Küchenplanung Tipps Arbeitsplatzgestaltung

  • Wechseln Sie häufig die Arbeitshaltung bei der Küchenarbeit.
  • Stehhilfen entlasten Rücken und Beine und können platzsparend verstaut werden.
  • Legen Sie abwechselnd die Beine hoch, wenn Sie im Stehen arbeiten. Dadurch werden die Durchblutung und der Kreislauf angeregt.
  • Denken Sie an einen zusätzlichen Sitzarbeitsplatz für zeitintensive Tätigkeiten.
    Achtung! Langes Stehen belastet die Gelenke und staucht die Wirbelsäule.

 


TIPP:

Als Alternative bieten sich Esstisch oder Theke für die Vorbereitung der Mahlzeiten im Sitzen an.


  • Küchenplanung Tipps Arbeitsplatzgestaltung SpüleDer wichtigste Arbeitsbereich liegt zwischen Spüle und Kochstelle. Da hier die meisten Tätigkeiten anfallen, sollte die Arbeitsfläche zwischen Spülbecken und Herd min. 90 x 60 cm groß sein, nach Möglichkeit sogar 120 x 60 cm.
  • Schwere Dinge sollten immer unterhalb des Schultergelenks gelagert werden.
  • Häufig benötigte Utensilien bringen Sie am besten in bequem zugänglicher Höhe unter (mittlere Zone), seltener verwendete Küchengeräte jeweils höher oder tiefer.

Küchenplanung Tipps: Barrierefreiheit - Staugüter
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Stauraumplanung

Eine gute Stauraumplanung bringt Vorräte, Kochzubehör, Geschirr und Putzutensilien dort unter, wo sie am häufigsten benötigt werden. Damit die Küche dabei praktisch und übersichtlich bleibt, gilt es, die passenden Schränke und Einbauten für Ihre Bedürfnisse wählen.

  • Küchenplanung Tipps StauraumplanungMachen Sie zunächst eine Bestandsaufnahme und verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, was in der Küche verstaut werden muss.

TIPP:

Prüfen Sie, welche Geräte und Gerätschaften Sie nicht oder nur wenig gebrauchen und sortieren Sie diese aus.


  • Ordnen Sie alle Staugüter nach den Bereichen Aufbewahren/ Bevorraten – Spülen/Vorbereiten – Kochen/Backen und berechnen Sie entsprechend viel Platz in den jeweiligen Arbeitszonen ein.
  • Vergessen Sie nicht die Haushaltsgeräte und Reinigungsutensilien als Staugüter in der Küche.
  • Küchenplanung Tipps Stauraumplanung HängeschränkeHängeschränke mit Faltlifttüren, Rollläden oder Schwenktüren bieten viel Stauraum und höchste Funktionalität: Durch die nach oben öffnenden Schränke haben Sie stets den ganzen Schrankinhalt im Blick und verringern die Verletzungsgefahr durch offen stehende Türen.
  • Front- und Innenauszüge, Apothekerschränke und Schubladen mit Sortiereinsätzen garantieren gute Ordnung, schnelle Übersicht und einfachen Zugriff.
  • Küchenplanung Tipps Stauraumplanung SockelschubladenNutzen Sie den vorhandenen Raum bestmöglich aus: Individuelle Nischenlösungen, Sockelschubladen und Eckschränke vergrößern den Stauraum und stellen viel Platz für selten verwendetes und/oder sperriges Küchenzubehör zur Verfügung.
  • Bedenken Sie, dass auch für die Müllentsorgung und -trennung genügend Platz eingerechnet werden muss.

Küchenplanung Tipps Stauraumplanung: SpülenunterschrankTIPP:

Der Spülenunterschrank eignet sich mit Hilfe passgenauer Schubladen neben der Mülltrennung überdies für die Unterbringung von Putzutensilien.


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Licht

Um die richtigen Lichtverhältnisse für die Küche zu erhalten, müssen Sie die einzelnen Raumbereiche und ihre Funktionen bedenken. So erfordert die Arbeitsbeleuchtung deutlich höhere Luxzahlen als der Esstisch. Und während in der Koch- und Arbeitszone direktes und schattenfreies Licht notwendig ist, kann der Wohnbereich auch indirekt und diffus beleuchtet werden. Wichtige Tipps und Information zur guten Lichtplanung der Küche haben wir hier für Sie zusammengestellt:

 

  • Küchenplanung Tipps LichtAchten Sie auf ausreichende Lichtverhältnisse in den Arbeitsbereichen! Für die Beleuchtung sollten Sie Lampen mit einer Helligkeit von mindestens 500 Lux wählen. Zudem müssen die Arbeitszonen überall gleichmäßig ausgeleuchtet werden.
    HINWEIS: Die Farbwiedergabe des Arbeitslichts entscheidet darüber, ob Sie Zustand und Qualität der Lebensmittel gut prüfen können. Für eine möglichst natürliche Farbigkeit müssen Sie auf einen CRI-Wert von 90 (Colour Rendering Index = Farbwiedergabeindex) oder höher zurückgreifen.
    Achtung! Sie können nur sicher arbeiten, wenn das Arbeitslicht nicht blendet. Wählen Sie daher Lampenformen für die Arbeitsbeleuchtung, die das Licht bündeln. Denken Sie bei der Unterbaubeleuchtung daran, eine entsprechende Sichtblende anzubringen, damit das Licht nur auf die Arbeitsfläche strahlt.

Küchenplanung Tipps Licht HändigkeitTIPP:

Schattenfreie Beleuchtung erhalten Sie, wenn das Licht von oben kommt. Soll die Lichtquelle seitlich an der Wand montiert werden, müssen Sie Ihre Händigkeit berücksichtigen. Um Schlagschatten zu vermeiden ist für Linkshänder Licht von rechts erforderlich, Rechtshänder benötigen eine Lichtquelle auf der linken Seite.


  • Küchenplanung Tipps Licht PendelleuchteBei der allgemeinen Raumbeleuchtung von Küche, Ess- und Wohnbereichen wird diffuses Licht geringerer Helligkeit als angenehm empfunden. Die Richtwerte 150-300 Lux, CRI 80 und eine Lichtfarbe von ca. 3.000 Kelvin sorgen für eine stimmungsvolle Beleuchtung.
  • Sehen Sie eine eigene Lichtquelle für die Beleuchtung des Esstisches oder der Theke vor. Achten Sie bei der Anbringung einer Pendelleuchte darauf, dass sie sich etwa 60 bis 75 cm über dem Essplatz befindet. Dann beleuchtet sie diesen ohne zu blenden. Eine Beleuchtungsstärke von 200-300 Lux und ein CRI-Wert von 90 oder größer garantieren angenehmes Licht und unverfälschte Farben.

TIPP:

Eine dimmbare Lampe über Esstisch oder Theke lässt sich nach Tageszeit, Stimmung und Tätigkeit anpassen.


  • Sind die Oberschränke sehr hoch, kann eine Schrankbeleuchtung günstig sein, um den Stauraum gut einsehbar und übersichtlich zu gestalten.
    Die unterschiedlichen Lampentypen und ihre Merkmale:

Küchenplanung Tipps Licht Lampentypen

    1. Energiesparlampen eignen sich gut für lange Laufzeiten, dürfen aber nicht häufig an- und ausgeschaltet werden, da das ihre Lebensdauer verkürzt. Sie entwickeln ihre volle Leuchtkraft erst nach einiger Zeit.
    2. LED-Lampen sind effizient und langlebig. Sie liefern sofort Licht und brauchen keine Anlaufzeit. Manche Modelle können zusätzlich gedimmt werden.
    3. Halogenlampen überzeugen durch eine optimale Farbwiedergabe. Zudem lassen sie sich problemlos dimmen. Der Nachteil: Sie verbrauchen deutlich mehr Energie als LED- und Energiesparlampen.

Kindersicherheit

Damit eine Küche für Kinder gefahrlos ist, müssen Verletzungs- und Gefahrquellen reduziert werden. Stromquellen, Elektrogeräte und Messer sollten für Kinder unzugänglich sein. Aber auch andere Kücheneinrichtungen können unvorhergesehene Risiken bergen. Gute Maßnahmen für eine kindersichere Küche finden Sie hier:

  • Planen Sie neue Steckdosen in ausreichender Höhe. Über der Arbeitsplatte oder in Schränken verborgen sind sie nicht sichtbar und nur schwer zu erreichen. Bereits vorhandene oder niedrig angebrachte Steckdosen können noch nachträglich gesichert werden:
    • Küchenplanung Tipps Kindersicherheit SteckdosenKlassische Steckdosensicherungen werden in die vorhandene Steckdose eingesetzt und verhindern durch einen Plastikaufsatz die Berührung der Spannungsleiter.

      Achtung! Derart nachgerüstete Steckdosen verlieren allerdings ihre VDE-Zulassung, da die Betriebssicherheit durch die verlängerte Stecktiefe nicht mehr garantiert werden kann.

    • Alternativ werden im Fachhandel Steckdosen angeboten, in denen die obige Kindersicherung bereits unterhalb der Abdeckung integriert ist. Damit sind diese Steckdosen VDE-konform und betriebssicher.
    • Steckdosen mit Schutzklappe bieten gleichermaßen einen erhöhten Berührungsschutz. Neben der üblichen Nassraum-Ausführung gibt es Modelle, bei denen die Klappe abschließbar ist.

Küchenplanung Tipps Kindersicherheit Elektrogeräte

  • Vermeiden Sie, dass Kabel von Elektrogeräten herunterhängen oder auf dem Boden liegen. Häufig genutzte Elektrokleingeräte wie Toaster und Brotschneidemaschine sind auch als Einbauvariante verfügbar und können in eigenen Schubladen untergebracht werden.
  • Elektrogeräte sollten in bequemer Greifhöhe eingebaut werden. So sind sie nicht nur rückenfreundlich in der Bedienung, sondern befinden sich dazu noch außerhalb der Reichweite von Kindern.
    Hinweis: Wählen Sie Herd und Spülmaschine mit wärmeisolierten Türen, um Verbrennungen vorzubeugen.

Küchenplanung Tipps Kindersicherheit: KindersicherungTIPP:

Überprüfen Sie vor dem Kauf der Elektrogeräte den Funktionsumfang. Viele Modelle sind mittlerweile mit elektronischen oder mechanischen Kindersicherungseinstellungen ausgestattet, die das Öffnen oder die Programmänderung für Kinder unmöglich machen.


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  • Küchenplanung Tipps Kindersicherheit InduktionInduktionskochfelder sind die günstigste Wahl für eine risikoarme Kochstelle. Zusätzlich zum geringen Energieverbrauch bieten sie den Vorteil, dass die Herdplatten nicht sehr heiß werden, da nur der Topf erwärmt wird. Je nach Ausführung sorgt außerdem eine automatische Topferkennung dafür, dass das Kochfeld nur in Betrieb ist, wenn tatsächlich ein Topf auf der Platte steht. Ein abnehmbarer Bedienknopf hindert die Kinder daran, die Kochfelder zu aktivieren oder zu verstellen.

Küchenplanung Tipps Kindersicherheit AbdeckungenTIPP:

Für Elektro- oder Gaskochfelder gibt es im Handel Abdeckungen und Schutzgitter, die nachträglich montiert werden können und den Kochbereich abschirmen.
 


  • Küchenplanung Tipps Kindersicherheit VerbrühschutzEntscheiden Sie sich für eine Küchenarmatur mit integriertem Verbrühschutz, um Verbrennungen und Unfälle mit zu heißem Wasser zu vermeiden.
  • Grifflose Fronten oder Schränke mit Muldengriffen können von Kindern nicht leicht geöffnet werden. Zudem ist die Verletzungsgefahr hier deutlich geringer, da sie nicht vorstehen: Weder kann man sich hier stoßen, noch animieren sie zu Kletterversuchen.
    Achtung! Vermeiden Sie offene Regale.

TIPP:

Schränke mit Innenauszügen lassen sich gut nutzen und übersichtlich ordnen, ohne dass der Schrankinhalt in Sicht- oder Reichweite von Kindern ist.


  • Küchenplanung Tipps Kindersicherheit SchranksicherungSpezielle Haken und Schlösser, die an Türen und Schubladen befestigt werden können, vereiteln das Öffnen von Schränken. Mit dieser Maßnahme sind gefährliche oder zerbrechliche Utensilien unerreichbar und Kühl- und Gefrierfach vor dem Zugriff geschützt.

 

  • Küchenplanung Tipps Kindersicherheit runde EckenEntscheiden Sie sich für ein Küchendesign mit abgerundeten Ecken oder versehen Sie spitze Ecken und Kanten mit einem Stoßschutz aus Silikon oder Schaumstoff.

Automatik

Die Möglichkeiten der intelligenten Hausautomatisierung lassen sich für die Küchennutzung ebenfalls sinnvoll einsetzen. Ob Fernsteuerung, Zeitschaltuhr oder Sensoren – mit den folgenden Elementen wird Ihre Kücheneinrichtung nicht nur funktionaler und komfortabler, sondern auch sicherer und energieeffizienter:

  • Küchenplanung Tipps: AutomatikBevorzugen Sie Elektro-Großgeräten mit integrierter Zeitschaltuhr. So können Spülmaschine und Waschmaschine über Nacht oder in Ihrer Abwesenheit laufen.
    Achtung! Wichtig hierbei ist, dass die Geräte außerdem über eine Wasserstopp-Funktion verfügen!
  • Küchenplanung Tipps Automatik AbschaltautomatikModerne Herde, Kochfelder und Dunstabzugshauben sind häufig mit einer Abschaltautomatik versehen, die bei Nichtgebrauch oder nach einer bestimmten Zeitspanne den Betrieb stoppt. Damit lässt sich auf einfache Weise der Energieverbrauch senken und die Gefahr von Brand und Überhitzung reduzieren.
  • Küchenplanung Tipps Automatik HausautomationFür eine energiesparende und unkomplizierte Versorgung mit Licht und Wasser empfiehlt sich die Installation von Bewegungsmeldern bzw. Sensoren. Diese können individuell programmiert und auf die persönlichen Vorlieben eingestellt werden.
  • Mit einer Hausautomation lassen sich Haushaltsgeräte, Licht, Heizung, Jalousien und andere Elemente koppeln. Die zentrale Bedienung kann über interaktive Schalter, Fernsteuerungen, Internet und Telefon erfolgen.

Sie wollen Ihre Kücheneinrichtung konkret planen? Ausführliche Informationen zu Schranktypen und Elektrogeräten finden Sie in den Teilen 4 und 5 unserer Themen-Reihe zur Küchenplanung.

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Adrian Kurras

Adrian Kurras ist Redakteur beim Küchenportal. Als passionierter Hobbykoch kennt er die täglichen Anforderungen, denen eine Küche gewachsen sein muss, aus eigener Erfahrung. Im Küchenmagazin schreibt er über Gestaltungsmöglichkeiten in der Küche, die richtige Einrichtung und alles, was dazu gehört.

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