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Klassischer E-Herd oder Induktionsherd – welches System ist das richtige?

Der Herd ist das Zentrum der Küche und gehört deshalb zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen der Küchenzeile. Spätestens wenn das alte Gerät den täglichen Dienst versagt, muss ein neues Modell in die Küche einziehen. Ob E-Herd, Gasherd oder Induktionsherd – lesen Sie hier alles zu Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Lösungen.
Inhaltsverzeichnis
  • 1. Induktionsherd: punktgenaue Hitze
  • 2. Kochen mit Gas
  • 3. Gemütliches Holzfeuer in der Küche
  • 4. Der freistehende Herd als Alternative
  • 5. Fazit
Ein Induktionsherd stellt eine attraktive Alternative zum klassischen E-Herd dar.

Ein Induktionsherd sorgt für effiziente Energienutzung. Foto: © Pyramis

Vielfalt, Funktionsumfang und Preisspanne der angebotenen Herde ist groß, und auch der Energieverbrauch spielt in Zeiten stetig steigender Energiepreise bei der Auswahl eine wichtige Rolle. In vielen Profiküchen ist ein Gasherd Standard, da das Gargut schnell heiß wird. In Privathaushalten ist dieser Herd aber eher etwas für Liebhaber und im täglichen Gebrauch durch die offene Flamme auch nicht ganz ungefährlich. Ein Glaskeramikkochfeld gehört beim Elektroherd schon fast zur Standardausstattung. Da beim E-Herd mit Ceranfeld nach wie vor viel Energie verschwendet wird, entscheiden sich immer mehr Verbraucher für einen effizienten Induktionsherd, der bestmögliche Energieausnutzung gewährleistet.

Induktionsherd: punktgenaue Hitze

Bei klassischen Cerankochfeldern werden die Herdplatten durch Wärmestrahlung erwärmt. Ein moderner Herd mit Induktionsfeld nutzt Magnetfelder für einen gezielten Stromfluss, sodass lediglich die Böden der Töpfe und Pfannen erhitzt werden. Das Glaskeramikfeld um den Topf herum bleibt kalt, weil das Magnetfeld ausschließlich direkt unter dem Topf aufgebaut wird. Ein Herd mit Induktionsfläche ist deshalb auch besonders gut zu reinigen. Kocht die Milch oder das Nudelwasser einmal über, kann das Malheur rasch beseitigt werden und brennt nicht ein. Da das Induktionskochfeld nach dem Abschalten sofort wieder kalt ist, können sich Kinder die Finger nicht mehr an der heißen Herdplatte verbrennen. Auch die Brandgefahr wird durch einen modernen Induktions-Herd gebannt. Versehentlich angeschaltete oder vergessene Herdplatten heizen sich nur auf, wenn auch ein Kochtopf auf ihnen steht. Für einen Induktionsherd liegt der Preis allerdings deutlich über den Anschaffungskosten eines Elektroherdes mit Ceranfeld und verursacht zudem oftmals Folgekosten. Auf dem System können nur durch ein eigenes Symbol gekennzeichnete, ferromagnetische Töpfe und Pfannen verwendet werden. Da diese über spezielle Böden verfügen, sind sie in der Anschaffung etwas teurer.

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Kochen mit Gas

Verfügt die Wohnung über einen Gasanschluss, kann ein bewährter Gasherd für die Küche die optimale Entscheidung sein. Auch moderne Gasherde lassen sich in die Arbeitsfläche der Einbauküche integrieren und können sogar mit einem zusätzlichen Ceranfeld kombiniert werden. Image und Optik des Gasherdes wurden in den letzten Jahren entstaubt und glänzen nun durch moderne und einfach zu reinigende und auch visuell ansprechende Kochfelder. Besonders hervorzuheben ist bei diesen Herden die hohe Energieeffizienz: Bei der Zubereitung von Speisen wird mit dem Gasherd nur die Hälfte der Energie aufgewendet, die ein E-Herd für die Zubereitung der gleichen Nahrungsmittel verbrauchen würde.

Gemütliches Holzfeuer in der Küche

Sofern es die räumlichen Gegebenheiten zulassen, lohnt sich die zusätzliche Investition in einen Küchenherd, der mit Holz befeuert wird. Abgesehen von der Gemütlichkeit, die in dieser Form nur ein Holzofen ausstrahlt, gewinnt Holz als klimaneutraler Brennstoff zunehmend an Bedeutung. Was gibt es gemütlicheres als das Knacken des Holzes im Winter und die angenehme Wärme eines Holzofens? Neueste, innovative Techniken erleichtern das Kochen auf dem Holzofen; besondere Fähigkeiten und überliefertes Wissen sind dafür längst nicht mehr notwendig. Mit Holz betriebene, wasserführende Küchenherde können im Winter sogar die Heizkörper der Wohnung erwärmen und helfen so, auch die Heizkosten dauerhaft zu senken. Durch einen Herd, der mit Holz beheizt wird, sind Sie zudem unabhängig von Gas- und Stromversorgern und verkleinern durch den klimaneutralen Brennstoff ihren ökologischen Fußabdruck.
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Der freistehende Herd als Alternative

Manchmal lassen die räumlichen Gegebenheiten den Einbau eines Herdes nicht zu. In diesem Fall hat sich ein Standherd bewährt, den es sowohl mit Gas-, Ceran- als auch mit Induktionsfeld gibt. Diese Herde sind in der Anschaffung auch etwas günstiger als Einbauherde (mehr dazu hier). Da Standherde nicht in die Arbeitsplatte der Küche eingelassen sind, verfügen sie zudem über ein geringfügig größeres Kochfeld. Durch die durchgehende Fläche aus Arbeitsplatte und Herd entspricht ein Einbauherd allerdings eher den modernen Ansprüchen an Optik und Reinigungsfreundlichkeit. Bei einem frei neben der Küchenzeile positionierten Herd besteht immer die Gefahr, dass übergekochte Flüssigkeit seitlich zwischen Herd und angrenzendem Küchenschrank hinunter läuft und dort nur schwer zu entfernen ist. Deshalb ist auch aus hygienischen Aspekten einem integrierten Herd der Vorzug zu geben.

Fazit

Einen Gas-, E-Herd oder Küchenherd mit Induktion sollten Sie immer in Abhängigkeit von Ihren persönlichen Kochvorlieben auswählen. Haben Sie die Möglichkeit, ein großes Kochfeld in einer Kücheninsel zu integrieren, können Sie durch die Kombination der verschiedenen Systeme ein Kochzentrum schaffen, das die Vorteile aller Techniken vereint. Ein Einbauherd wirkt durch die geschlossene Fläche zwischen Kochfeld und Arbeitsplatte besonders elegant und ist leicht zu reinigen. Haben Sie in der Küche einen Kaminanschluss, lohnt es sich zudem, über die Anschaffung eines zusätzlichen Holzherdes nachzudenken. Ein Induktionsherd ist aus vielen Gründen sinnvoll: Er erhitzt schnell und effizient und ist daher sowohl energetisch als auch ökologisch zu empfehlen.


Unser Tipp

Der Anschaffungspreis für einen modernen Induktionsherd ist immer noch recht hoch. Deshalb lohnt es sich, auf Komplettangebote für Küchenzeilen mit integriertem Induktionsherd zu achten. Möchten Sie einen neuen Küchenherd kaufen, können Sie auf unseren Service zurückgreifen und das kompetente Beratungsteam von Kuechenportal.de bezüglich günstiger Angebote regionaler Küchenanbieter kontaktieren. Selbstverständlich ist diese Dienstleistung für Sie kostenlos und unverbindlich.

Bildquelle: Pyramis Deutschland GmbH

Hier gelangen Sie zum Herstellerprofil von Pyramis.

Adrian Kurras

Adrian Kurras ist Redakteur beim Küchenportal. Als passionierter Hobbykoch kennt er die täglichen Anforderungen, denen eine Küche gewachsen sein muss, aus eigener Erfahrung. Im Küchenmagazin schreibt er über Gestaltungsmöglichkeiten in der Küche, die richtige Einrichtung und alles, was dazu gehört.

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