Traumküche gesucht?
Welche Form soll Ihre Küche haben?

Küchenplanung: Kapitel 1 - Grundriss & Planskizze

Ob Neukauf, Renovierung oder Umbau: Damit die neue Küche genau Ihren Vorstellungen entspricht und in Ihr Budget passt, braucht es eine gute Planung. Welcher Raum steht Ihnen zur Verfügung und wie lässt sich dort Ihre Wunschküche optimal umsetzen? Mithilfe von Grundriss und Planskizze können Sie die Raummaße detailgetreu festhalten. So lässt sich in Eigenregie oder mit dem Profi im Küchenstudio die Kücheneinrichtung planen. Alle wichtigen Hinweise, Tipps und Hilfsmittel zur Planerstellung finden Sie in diesem Überblick, für Sie zusammengestellt von Kuechenportal.de – ­­Deutschlands Nr. 1 für Küchen.
Inhaltsverzeichnis
  • 1. Raummaße
  • 2. Türen, Fenster, Brüstungen
  • 3. Heizkörper
  • 4. Wasser, Strom, Abluft, Gas
  • 5. Fußboden, Decke, Wände
  • 6. Allgemeines: Maße & Größen
  • 7. Planskizze

Küchenplanung Tipps Grundriss und Planskizze

 

Raummaße

Damit die neue Kücheneinrichtung perfekt passt und Sie den vorhandenen Platz bestmöglich nutzen können, ist eine exakte Bestimmung der Raummaße nötig. Dazu gehören auch alle baulichen Besonderheiten, die Sie feststellen können.

  • Fußleisten
    Messen Sie die Grundfläche von Wand zu Wand. Achtung! Kalkulieren Sie unbedingt die Fußleisten mit ein. Je nach Schranktyp können Sie die Leisten auf unterschiedliche Weise in der Küchenkonstruktion berücksichtigen: Bei bündigen Einbauküchenzeilen mit Blenden können die Fußleisten auch ganz entfallen. Grundsätzlich bieten sie aber einen Mindestwandabstand, der für eine Hinterlüftung der Schränke sorgt und so Schimmelbildung wirksam verhindert.
  • Ecken & Winkel
    Küchenplanung Tipps Raummaße Ecken und WinkelWichtig! Bestimmen Sie, ob die Raum-Ecken rechtwinklig sind. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie Ihre Kücheneinrichtung daran anpassen. So bieten maßgefertigte Schränke auch Lösungen für kleinere oder größere Winkel. Aber auch wenn Sie diese zusätzlichen Kosten nicht aufbringen wollen, lässt sich die Küche entsprechend planen: Positionieren Sie die Schränke mit ausreichend Abstand zur Ecke, kann der Zwischenraum z.B. für die Unterbringung von Besen oder Geschirrhandtüchern genutzt werden.
  • Vorsprünge, Kanten, Kaminschächte
    Wie die Ecken müssen auch bauliche Besonderheiten wie Kaminschächte, Vorsprünge und Nischen genau ausgemessen werden.

TIPP:

Klären Sie bei einem Kaminschacht am besten gleich mit Hausverwalter, Vermieter oder Bauherr, ob dieser noch genutzt wird oder für die Küchenabluft zur Verfügung steht.


  • Raumhöhe
    Küchenplanung Tipps Raummaße RaumhöheSie ermitteln die Deckenhöhe zuverlässig, wenn Sie an mehreren Stellen des Raums nachmessen. Nur so wird auch deutlich, ob die Decke ungleichmäßig oder mit Neigung verläuft – eine wichtige Information für die Höhe und Positionierung von Hänge- und Hochschränken.
    Achtung! Falls Sie planen, eine Fußbodenheizung zu installieren oder die Decke abzuhängen, führt dies zu einer geringeren Raumhöhe.

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Türen, Fenster, Brüstungen

Zur exakten Grundriss-Bestimmung des Raums müssen alle bereits vorhandenen Öffnungen und Einbauten ausgemessen werden. Neben der reinen Größe sind hierbei aber noch weitere Punkte zu beachten, die vor dem Einbau einer Küche überlegt sein wollen:

  • Türform
    Küchenplanung Tipps: TürformHandelt es sich um eine klassische Schwenk- oder Anschlagtür und öffnet diese in den Raum hinein, muss der Schwenkbereich der Tür für die Planung der Kücheneinrichtung berücksichtigt werden. Hierfür messen Sie die Breite der vorhandenen Tür und zeichnen diese als in den Raum geöffnet ein. Der Winkel zwischen Türschwelle und geöffneter Tür beträgt mindestens 90°, je nach Anschlag auch mehr.

TIPP:

Haben Sie eine enge oder kleine Küche, prüfen Sie, ob es möglich ist, die Tür nach außen öffnen zu lassen. So verringert sich nur die Außenfläche in Flur oder Diele, nicht aber der Küchenraum.


  • Alternative: Schiebe- oder Falttüren
    Küchenplanung Tipps Schiebe- und FalttürenEine platzsparende Alternative sind auch Schiebe- oder Falttüren: So kann eine Schiebetür beispielsweise in der Wand oder außerhalb des Zimmers geführt werden. Eine Falttür benötigt zusammen- gefaltet nur wenig Zentimeter Breite auf der Türschwelle.
    Achten Sie bei Schiebe- und Falttüren aber unbedingt auf eine hochwertige Fertigung, denn beide Türformen sind häufig deutlich weniger schallisolierend als Schwenktüren.
  • Fenster
    Küchenplanung Tipps FensterMessen Sie neben der Höhe und Breite eines Fensters auch das Fensterbrett. Ist ein Arbeitsbereich unter dem Fenster geplant, sollte dieser auf gleicher Höhe mit dem Fensterbrett oder niedriger liegen. Bewegliche und/oder versenkbare Küchenelemente wie Armaturen stellen sicher, dass sich das Fenster weiterhin zum Lüften öffnen lässt.

 


TIPP:

In einer Wohnküche bietet sich der Fensterbereich auch als Essplatz an. Bedenken Sie aber auch bei der Lichtplanung den Schwenkbereich des Fensterflügels, sodass sich Fenster und Lampe nicht behindern.


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Heizkörper

Heizgeräte sind häufig vorinstalliert und ihre Position ist nur mit großem Aufwand zu verändern. Daher empfiehlt sich, die Heizkörper nach Möglichkeit in die Kücheneinbauten zu integrieren. Gerade in Wohnküchen sollte aber auch auf eine gute Wärmeverteilung geachtet werden, damit der Raum gemütlich und wohnlich ist. Daher gilt es einige Punkte zu beachten, wenn der Heizkörper in die Einbauküche integriert werden soll.

  • Bestimmen Sie die Maße und die genaue Position der Heizung.
  • Achten Sie auch auf die Führung der Heizrohre. Verlaufen diese auf dem Putz, muss entlang der Rohre mit einer gesteigerten Wärmeentwicklung gerechnet werden.
    Achtung! Um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten, wird zwischen Heizung und Kühl- bzw. Gefrierschrank ein Mindestabstand von 30 cm empfohlen.

Küchenplanung Tipps Heizkörper

  • Bei der Integration des Heizkörpers in die Einbauküche ist eine ausreichende Lüftung notwendig. Eine Sockelleiste mit Lüftungsgitter und Lüftungsschlitze über dem Heizkörper stellen einen optimalen Wärmefluss sicher.
  • Steht eine Renovierung an oder handelt es sich um einen Neubau, bieten sich alternative Heizlösungen für die Küche an:
    • Eine Handtuchheizung kann platzsparend hinter der Tür montiert werden. So nimmt sie nicht viel Raum in Anspruch, lässt feuchte Lappen und Geschirrtücher aus dem Blickfeld verschwinden und erhöht die Hygiene in der Küche.
    • Gerade für Wohnküchen optimal ist eine Fußbodenheizung. Hierbei müssen Sie auf keinen Heizkörper Rücksicht nehmen und kommen in den Genuss gleichmäßig verteilter Raumwärme. Bedenken Sie aber, dass die Raumhöhe durch die im Boden verlegten Heizrohre um mehrere Zentimeter reduziert wird.

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Wasser, Strom, Abluft, Gas

Eine gut funktionierende Küche braucht die richtigen Anschlüsse für Elektrogeräte, Wasserzufuhr, Abluft und den Gasherd an der richtigen Stelle. Während sich Stromkabel leicht auch über Putz verlegen lassen, ist die Verlängerung von Wasserrohren dagegen schwieriger. So verlieren Spül- oder Waschmaschine mit Wasserstopp-Automatik ihre Garantie, sobald ein Verlängerungsschlauch zum Einsatz kommt. Was Sie sonst noch wissen sollten, lesen Sie hier:

  • Halten Sie den Verlauf der Wasserleitungen im Grundriss fest und zeichnen Sie die vorhandenen Anschlüsse ein, um die Position von Spüle, Spülmaschine und evtl. auch Waschmaschine festlegen zu können. Im Optimalfall befinden sich Spülbecken und Spülmaschine in unmittelbarer Nähe und nutzen den gleichen Wasseranschluss.
    Hinweis: Es ist jeweils eine Ab- und Zuwasserleitung nötig für Spüle, Spülmaschine und evtl. Waschmaschine.
  • Überprüfen Sie mithilfe von Wohnungsgrundriss, Bauzeichnung oder Messgeräten, die Sie z.B. im Baumarkt leihen können, wie die Stromleitungen verlegt sind. Werden sie in den Wänden geführt, müssen Sie eventuell darauf Rücksicht nehmen, wenn Sie die Montage von Hängeschränken und Wandregalen planen.
  • Stellen Sie fest, wie viele Steckdosen bereits vorhanden sind und wo sich diese befinden.

TIPP:

Planen Sie die Steckdosen im Arbeitsbereich großzügig. Mehrfachmodule für Steckdosen nur wenig mehr Platz ein als einzelne Dosen und sind wesentlich praktischer. Vor allem, wenn Sie viele Elektrokleingeräte nutzen, sollten Sie im Vorhinein über die Position und Verteilung von Toaster, Wasserkocher und Kaffeemaschine nachdenken.Achtung! Bedenken Sie, dass alle Elektrogroßgeräte aus Sicherheitsgründen jeweils über eine separate Steckdose angeschlossen werden müssen und nicht mit Mehrfachsteckdosen kombiniert werden können.


  • Der Anschluss von Herd und Backofen muss über einen Dreiphasen-Wechselstromanschluss erfolgen und aus Sicherheitsgründen von einem Elektriker vorgenommen werden.
  • Für eine Dunstabzugshaube benötigen Sie unbedingt eine Luftzufuhr. Oft lassen sich hierfür stillgelegte Kaminschächte nutzen. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrem Schornsteinfeger nach. Andernfalls muss die Abluft durch die Außenwand abgeleitet werden.
    Achtung! Bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern ist eine Ableitung durch die Außenwand wegen der entstehenden Wärmebrücke nicht möglich. Eine bessere Alternative ist ein Dunstabzug mit Umluft, bei dem die Raumluft durch einen Filter geleitet wird.

TIPP:

Planen Sie eine freihängende Dunstabzugshaube, muss der Luftschlauch über die Decke bis zu Kaminschacht oder Außenwand geführt werden. Eine elegante Lösung hierfür ist, die Raumdecke abzuhängen und den Schlauch durch den Zwischenraum führen. Bedenken Sie aber, dass hierbei die Raumhöhe entsprechend geringer wird.


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Fußboden, Decke, Wände

Ebenso wichtig für die Planung der Küche sind Boden, Decke und Wände – sowohl das Baumaterial, als auch der tatsächliche Verlauf. Gerade in Altbauten müssen Sie mit schiefen und ungleichmäßigen Oberflächen rechnen.

  • Je nachdem, aus welchem Material der Boden besteht und wie eben dieser ist, müssen Sie dies in der Küchenplanung berücksichtigen:
    • Eventuelle Neigungen und Unebenheiten müssen durch die Schranksockel ausgeglichen werden.
    • Auch für die Installation einer Fußbodenheizung sind Material und Bodenverlauf relevant. Mit Isolierplatten und/oder Estrich lassen sich Unebenheiten zwar verringern, allerdings muss das im Vorhinein berücksichtigt werden.
  • Ist die Decke massiv, lassen sich Lampen und Dunstabzugshaube problemlos montieren. Wurde die Decke dagegen bereits abgehängt, ist zu prüfen, wo genau Träger verlaufen, die für die Befestigung von Leuchten und Dunstabzug genutzt werden können. Kontrollieren Sie zudem, ob und wo bereits Stromleitungen für Beleuchtung und Betrieb der Dunstabzugshaube vorhanden sind. Die Höhe des abgehängten Zwischenraums gibt zudem den Maximaldurchmesser des Luftschlauchs für die Dunstabzugshaube vor.
  • Auch Bauweise und Material der Wände geben Ihnen wichtige Anhaltspunkte für die Umsetzung Ihrer neuen Kücheneinrichtung. Wollen Sie eine Durchreiche einbauen, einen Durchbruch zum Nebenraum vornehmen oder eine Schiebetür in der Wand verlaufen lassen, müssen Sie zunächst feststellen, welche Wände die Deckenlast tragen. Diese tragenden Wände können nicht entfernt werden und sollten nur vom Fachmann baulich verändert werden.
  • Das verbaute Material der Wände bestimmt außerdem, wie und ob Sie Hängeschränke befestigen können.
    • Am besten eignen sich massive Wände aus Stein oder Beton. Freigelegte Beton- oder Backstein-Wände bieten außerdem einen schönen Akzent in der Küche und lassen sich gut in das Raumdesign einbinden.
    • Bei Lochstein-Mauerwerk, Porenbeton oder eingezogenen Rigips-Wänden ist dagegen häufig eine stützende Zusatzkonstruktion notwendig.

TIPP:

Nutzen Sie die Stützkonstruktion gleichzeitig als Wandverkleidung, erhalten Sie eine fugenlose Küchenrückwand, die die Wand vor Fett- und Wasserspritzern schützt.


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Allgemeines: Maße & Größen

Auch wenn mittlerweile viele maßgefertigte Schranklösungen angeboten werden, gibt es einige grundlegende Maße, die immer noch als Standardgrößen in der Küchenkonstruktion gelten. Die wichtigsten Zahlen haben wir hier für Sie zusammengefasst:

  1. Die Standardtiefe eines Unter- oder Hochschranks beträgt 60 cm.
  2. Die Standardtiefe der Arbeitsplatte beträgt 65 cm, ist also 5 cm größer.
  3. Die Schrank-Breite ist nach deutscher Norm ebenfalls auf 60 cm festgelegt, in der Schweiz liegt die Norm dagegen bei 55 cm. Nach dem Prinzip der „Rasterküche“ bieten die meisten Hersteller Küchenschränke regulär in Zehnerschritten an, beginnend bei 30 cm Breite bis etwa 120 cm Breite.
  4. Hänge- oder Oberschränke messen in der Tiefe standardmäßig nur 33 cm.
  5. Der Mindestabstand zwischen Unter- und Oberschränken, die Nischenhöhe, sollte 50 cm betragen, damit die Arbeitsfläche gut einsehbar und nutzbar ist.
  6. Zwischen der Küchenzeile und einer gegenüberliegenden Küchenzeile oder Kochinsel sollte ein Mindestabstand von 120 cm eingehalten werden. So lassen sich alle Türen und Auszüge ohne Probleme öffnen und es steht ausreichend Platz zur Verfügung, um an beiden Küchenzeilen gleichzeitig zu arbeiten.

Küchenplanung Tipps Maße und Größen

Planskizze

Für die detailgenaue Zeichnung Ihrer Küche empfiehlt sich ein Maßstab von 1:20. Ein Meter entspricht dabei 5 cm auf dem Papier. Einige nützliche Symbole für das Skizzieren der baulichen Gegebenheiten finden Sie in der folgenden Tabelle.

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Adrian Kurras

Adrian Kurras ist Redakteur beim Küchenportal. Als passionierter Hobbykoch kennt er die täglichen Anforderungen, denen eine Küche gewachsen sein muss, aus eigener Erfahrung. Im Küchenmagazin schreibt er über Gestaltungsmöglichkeiten in der Küche, die richtige Einrichtung und alles, was dazu gehört.

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