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Welche Form soll Ihre Küche haben?

Küchenplanung: Kapitel 4 - Schranktypen & Regale

Sie haben eine genaue Vorstellung davon, was Ihre Küche leisten soll – nun brauchen Sie noch die passende Einrichtung. Ob Maße, Gestaltung, Ausstattung oder Form: Eine Vielzahl von unterschiedlichen Schranktypen und Regalen steht zur Auswahl. Um Ihre Anforderungen an Ordnung, Funktionalität und Design zu erfüllen, können Sie zum einen zwischen Küchenschränken im Rastermaß oder individuellen Maßanfertigungen wählen. Darüber hinaus ist zu entscheiden, ob durchgehende Küchenblöcke oder freistehende Module zweckmäßiger und schöner sind. Zuletzt gilt es, aus dem breiten Angebot verschiedener Funktionen und Möglichkeiten die passenden Varianten miteinander zu kombinieren. Damit Sie bei der Planung Ihrer Küche den Überblick behalten und sich im Küchenschrank-Sortiment gut zurechtfinden, stellen wir Ihnen hier typische Schrankformen und ihre Ausstattungen vor.
Inhaltsverzeichnis
  • 1. Unterschränke
  • 2. Oberschränke
  • 3. Hochschränke
  • 4. Apothekerschränke
  • 5. Eckschränke
  • 6. Innenauszüge und Ausstattung

Küchenplanung Tipps: Schranktypen und Regale
Abhängig vom Grundriss Ihrer Küche (Kapitel 1), der Küchenform (Kapitel 2) und Ihren Ansprüchen an Sicherheit, Ergonomie und Komfort (Kapitel 3), empfehlen sich unterschiedliche Schranklösungen. Aber auch die Ausstattung mit Elektrogeräten beeinflusst Aufbau und Organisation Ihrer Kücheneinrichtung wesentlich. Welche Gerätetypen, Maße und Funktionen Ihnen grundsätzlich zur Wahl stehen, lesen Sie in Kapitel 5. Zudem spielt die Optik immer eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung für die Wunschküche. Viele Hinweise zu Designs und ausführliche Informationen zu den einzelnen Küchenstilen finden Sie daher in den Kapiteln 6 und 7 unserer Reihe.

Unterschränke

Die Basis jeder Kücheneinrichtung bilden die Unterschränke, die traditionell vor allem für die Unterbringung der Elektrogeräte und als Arbeitszonen dienen. Hinzu kommen Zubehör, Besteck und Töpfe, die hier verstaut werden können.

Die Unterschränke gestalten außerdem maßgeblich Funktionalität und Design der Küchenzeile, wenn sie als einzelne Blöcke miteinander kombiniert werden oder mit einheitlicher Front verbunden sind. Entscheidend ist dabei unter anderem die Form des Schranksockels: Wird er mit Blenden versehen, sorgt der Sockelbereich für ein durchgehendes Erscheinungsbild der Küchenzeile und kann als zusätzlicher Stauraum genutzt werden. Freistehende Schrankfüße lassen die Kücheneinrichtung dagegen leichter wirken und ermöglichen die Reinigung unter der Küchenzeile.

Die Standardtiefe der Unterschränke beträgt laut DIN-Norm 18022 60 cm. Davon abweichende Tiefenmaße sind zwar grundsätzlich möglich, führen aber zu einem größeren Planungsbedarf, da Elektrogeräte und Ausstattungen in der Regel genormt sind. Alle Unterschränke werden in verschiedenen Breiten und Höhen angeboten und können den Anforderungen und Räumlichkeiten entsprechend angepasst werden. Herstellerabhängig werden Breiten von 30 cm bis 150 cm gefertigt, in der Höhe variieren die Schränke nach Rastermaß und bedingt durch den jeweiligen Schranksockel. Übliche Schrankhöhen liegen zwischen 60 cm und 80 cm.

Achtung! Wenn Sie die Einrichtung mit Unterschränken planen, berücksichtigen Sie, dass die Arbeitsfläche eine bestimmte Höhe haben muss, damit Sie dort bequem und rückenschonend arbeiten können. Mehr Tipps und Hinweise für eine ergonomisch eingerichtete Küche finden Sie hier.

Küchenplanung Tipps: Unterschränke

  1. Die klassische Ausführung des Unterschranks mit Schwenktür und Einlegböden ist zwar immer noch weit verbreitet, allerdings aus ergonomischer und funktionaler Sicht nicht ratsam: Zum einen kann das Staugut nur schwer überblickt werden, zum anderen sind in zweiter Reihe stehende Vorräte und Utensilien nicht gut erreichbar.
  2. Übersichtlicher sind Schubladen, die den Schrankinhalt auf einen Blick präsentieren und leicht zugänglich machen. Der Zugriff von oben ist praktisch und vereinfacht die Arbeitsabläufe und Wege in der Küche.
  3. Wie Schubladen bieten Innenauszüge ebenfalls einen guten Überblick und ermöglichen ein ergonomisches Be- und Entladen des Schrankes. Im Gegensatz zu den kleinteiligen Schubladenfronten verschwinden die Innenauszüge hinter einer Schwenktür und lassen so die Küchenfront ruhiger und aufgeräumter wirken.

TIPP:

Moderne Schrankausführungen verfügen stets über Einzugsdämpfungen, die ein leichtes und geräuschloses Schließen der Schubladen garantieren. So verringern sich nicht nur die akustischen Belastungen in der Küche, auch die Verschleißerscheinungen der Möbel werden deutlich reduziert.


Küchenplanung Tipps: Unterschränke 2

  1. Frontauszüge in Verbindung mit Innenauszügen ersetzen die klassische Schwenktür und gewährleisten dennoch ein ruhiges Erscheinungsbild der Küche.

TIPP:

Großraumladen stellen Platz für große und sperrige Küchenutensilien zur Verfügung. Besteckeinsätze und individualisierbare Inneneinteilung sorgen dafür, dass alles an seiner Stelle bleibt. Leistungsstarke Führungen und eine hydraulisch unterstützte Tip-to-Open-Technik garantieren dabei, dass alle Schubladen auch bei voller Beladung ohne Kraftaufwand, leise und reibungslos bedient werden können.


  1. Eine Sockelschublade macht den Raum unterhalb des Schrankes nutzbar und vergrößert so das Schrankvolumen deutlich.
  2. Wird die unterste Schublade um den Sockelraum erweitert, lassen sich bequem hohe und schwere Gegenstände unterbringen wie beispielsweise selten benutzte Küchengeräte oder Getränkekisten.

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Oberschränke

Oberschränke werden bequem in Augenhöhe positioniert und bieten damit beste Sicht und Zugriff auf Geschirr, Gläser, Vorräte und Gewürze. Klassisch als Hängeschränke werden sie über den Unterschränken und Arbeitszonen angebracht und ergänzen den Stauraum von Unter- und Hochschränken. Beliebt als Rahmenschrank für die Dunstabzugshaube oder mit einer Nische für die Mikrowelle ausgestattet, ermöglichen sie zudem die Unterbringung bestimmter Elektrogeräte in Sichthöhe.

Achtung! Nach deutschem Küchenstandard ist die Tiefe des Oberschrankes auf 30 cm bis 35 cm Tiefe festgelegt. Bedenken Sie daher bei der Stauraumplanung, dass große Teile wie Kuchenplatten, Töpfe oder Auflaufformen eventuell nicht in einem Oberschrank Platz finden.

Breite und Höhe der einzelnen Modelle unterscheiden sich allerdings – wie schon bei den Unterschränken – deutlich voneinander: Je nach Küchendesign und Stauraumbedarf können Oberschränke bis zu 100 cm hoch konzipiert werden. Abhängig vom Rastermaß des jeweiligen Küchenanbieters sind Schrankbreiten von 30 cm bis 120 cm möglich.

Achtung! Bei hohen Oberschränken sollten Sie unbedingt auf eine gute Erreichbarkeit der oberen Fächer achten! Die maximale Höhe von Schränken und Regalen, die im Stehen gut erreichbar sind, liegt etwa 35 cm über Ihrer Kopfhöhe.


TIPP:

Sollten Sie höhere Oberschränke wünschen, planen Sie eine passende Trittleiter für den sicheren und bequemen Zugriff ein.


Küchenplanung Tipps: Oberschränke

  1. Klassische Schwenktüren im Design der Unterschränke lassen die Kücheneinrichtung einheitlich und aufgeräumt wirken.
  2. Ein Oberschrank in hoher Ausführung erscheint leichter und filigraner, wenn er mit Vitrinentüren ausgestattet wird. Mehrere variable Einlegeböden aus Glas sorgen für Ordnung und Überblick: So lässt sich bei einem Glasboden auch von unten sehen, was sich im Schrank befindet.

Achtung! Bei schwerem Geschirr oder rauen Oberflächen können Glasböden leicht zerkratzen und unschön aussehen.

  1. Falttüren nehmen weniger Platz in Anspruch als traditionelle Schwenktüren. Daher können sie auch in Wandnähe problemlos geöffnet werden, ohne dass dafür eigens eine Blendleiste als Abstandshalter nötig ist.

Küchenplanung Tipps: Oberschränke 2

  1. Eine einfache Klapptür, die nach oben aufschwenkt, macht den Oberschrank leicht einseh- und nutzbar.

TIPP:

Ein Schrankunterboden mit integrierter Beleuchtung erhellt das Schrankinnere und sorgt gleichzeitig für eine effektive Arbeitsplattenbeleuchtung in der Küchennische.


  1. Für hohe Oberschränke empfehlen wir eine Faltklapptür, die nach oben öffnet und so auch bei offenstehenden Türen viel Bewegungsfreiraum und besten Einblick bietet.
  2. Eine Faltlifttür öffnet mit hydraulischer Unterstützung. Das schont die Scharniere und reduziert den Kraftaufwand, der für das Öffnen und Schließen nötig ist. Sie ist zu empfehlen, wenn sich die Hängeschränke über die als ergonomisch festgestellte Maximalhöhe erstrecken.

Küchenplanung Tipps: Oberschränke 3

  1. Anders als eine Faltlifttür oder eine Faltklapptür besteht eine Schwenklifttür aus nur einer Front, was für ein ruhiges Erscheinungsbild der Küche sorgt. Einfach und bequem nutzbar, präsentiert eine Schwenklifttür den gesamten Schrankbereich auf einen Blick.
  2. Den geringsten Platz nimmt eine Rollladentür in Anspruch. Der Nachteil: Das Öffnen ist umständlicher und der Schrankinhalt nicht sofort auf einen Blick zu erfassen. Auch hier muss für den Öffnungsmechanismus Platz im Schrankraum eingerechnet werden, der nicht für die Unterbringung von Staugut frei ist.

Achtung! Der Antrieb oder die Mechanik zur vereinfachten Türöffnung – ob hydraulisch oder elektrisch – wird im Schrank montiert und verringert damit den vorhandenen Stauraum. Für das Öffnen mit einer Schwenklifttür benötigen Sie zudem ausreichend Platz oberhalb des Schrankes.
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Nicht so verbreitet wie die Hängevariante ist die Umsetzung der Oberschränke als Aufsatzschränke. Diese unmittelbar auf dem Unterbau montierten Modelle machen die gesamte Wandfläche nutzbar und bieten damit maximalen und bequem zugänglichen Stauraum. Da Aufsatzschränke in der Regel ebenfalls nur 30 cm bis 35 cm tief sind, steht die Arbeitsfläche noch teilweise zur Verfügung.


TIPP:

Gerade bei eingezogenen oder hohlen Wänden sind Aufsatzschränke hervorragend geeignet für Stauraum in ergonomischer Höhe. Durch die Montage auf den Unterschränken wird das Gewicht vom Boden getragen; die Wand dient nur der Fixierung und muss nicht eigens verstärkt werden, um das Gewicht der Schränke zu halten. In ihrer flexiblen Gestaltung bieten Aufsatzschränke sowohl eine Alternative zu Hänge- als auch zu Hochschrank oder Küchenbuffet.


Küchenplanung Tipps: Aufsatzschränke

  1. Ein Aufsatzschrank mit Rollladentür ist praktisch für schnelle Ordnung, Übersicht und einfachen Zugriff. Der Rollladen kann problemlos auf unterschiedlichen Höhen arretiert werden. So verschwinden die Regalborde hinter der Rolltür, während die Arbeitsfläche weiter benutzbar bleibt.
  2. Schubladenelemente können in einen Aufsatzschrank integriert werden, verringern allerdings die zur Verfügung stehende Arbeitsfläche.
  3. Übertief geplante Aufsatzschränke bieten Platz für Elektrogroßgeräte, die in ergonomischer Höhe eingebaut werden.

Hochschränke

In Hochschränken und Highboards lassen sich sowohl Vorräte verstauen als auch Elektrogeräte unterbringen. Besonders beliebt ist auch die Verwendung als Haushaltsschrank, in dem Putzmittel, Bügeleisen, Staubsauger und Besen Platz finden. Harmonisch abgestimmt auf die Kücheneinrichtung sorgen sie außerdem für eine einheitliche und ordentliche Küchenfront. Je nach Küchenform lassen sich Hochschränke gut an den Enden (einzeilige & zweizeilige Küche) oder in den Ecken der Küchenzeilen (U-, L-, G-Küche) platzieren. Highboards werden vor allem in freien und offenen Küchen geplant und dienen dort auch als Raumtrenner oder eigene Funktionswand.

In Tiefe, Höhe und Breite sind Hochschränke und Highboards sehr flexibel. Je nach Anbieter können Schranktiefen von 30 cm bis 60 cm oder mehr realisiert werden. Die Breite der Schränke orientiert sich daran, was dort verstaut werden soll. Grundsätzlich sind hier die gleichen Maße wie bei Unterschränken möglich: mindestens 30 cm, höchstens 150 cm. Die Schrankhöhen variieren typischerweise zwischen 140 cm und etwa 250 cm, in seltenen Fällen auch mehr.


TIPP:

Werden die Hochschränke in die Küchenzeile integriert, sollten sie in Tiefe, Höhe und Breite auf die Ober- und Unterschränke abgestimmt werden, um eine geschlossene Küchenfront zu erzeugen.


Küchenplanung Tipps: Hochschränke

  1. Eine Aussparung (auch: Nische) in Greif-Höhe bietet Raum für Kühlschrank, Backofen oder Geschirrspüler. Der schwer erreichbare Platz über der Nische wird mit Klapptür zugänglich.
  2. Flexibel montierbare Einlegeböden bieten viel Stellfläche für Vorräte, Geschirr und Utensilien.
  3. Versehen mit einem passenden Ordnungssystem eignet sich ein Hochschrank sehr gut als Putz- und Besenschrank. Hier können Staubsauger, Bügeleisen, Putzutensilien und Besen griffbereit und ordentlich verstaut werden.

TIPP:

Auch die Notapotheke kann hier ihren Platz finden und ist bei Haushaltsunfällen gleich zur Hand.


Küchenplanung Tipps: Hochschränke 2

  1. Schubladenelemente im unteren Schrankbereich sorgen für eine rückenfreundliche Handhabung der Staugüter.
  2. Moderne Ausführungen von Hochschränken verfügen oft über Innenauszüge. Gerade bei tiefen Schränken lässt sich so leicht Ordnung halten und der Schrankinhalt überblicken.
  3. Hochschrank oder Highboard sind gut nutzbar, hygienisch und leicht sauber zu halten, wenn Innenauszüge im oberen Schrankteil mit einem geschlossenen Schubladenelement im unteren Bereich kombiniert werden.

Achtung! Klären Sie im Vorhinein, was Sie im Schrank unterbringen wollen. Je nach Ausführung gibt es unterschiedliche Höchstbelastungsgrenzen der Tablare und Auszüge, die nicht überschritten werden dürfen. Übliche Belastungsgrenzen der Auszüge sind beispielsweise 30 kg, 50 kg oder 80 kg.

Küchenplanung Tipps: Hochschränke 3

  1. Ausgestattet mit einem Türordnungssystem kann die Schranktür häufig benötigtes Staugut sofort greifbar machen. Besonders bei sehr tiefen Schränken eignet sich diese Aufteilung, um den verfügbaren Platz bestmöglich zu nutzen. Außerdem kann durch die Auslagerung von Staugut in die Türregale die Menge der Vorräte vergrößert werden, ohne dass die Höchstbelastung der einzelnen Tablare oder Innenschubladen überschritten wird.
  2. Lässt sich eine Schwenktür nicht umsetzen, kann ein Hochschrank mit Apothekerauszug ausgestattet werden. Mehr dazu lesen Sie im folgenden Abschnitt.
  3. Ein schwenkbarer Vollauszug ist flexibel und bietet auch in schmalen Küchen und Ecken einen bequemen Zugriff.

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Apothekerschränke

Nach dem Vorbild moderner Apotheken benannt und konstruiert, ist der sogenannte Apothekerschrank seit einigen Jahren in der Einrichtung von Küchen nicht mehr wegzudenken. Wie schon bei Schubladen und Innenauszügen ermöglicht auch hier der Einsatz von Schienenführungen, dass der Schrankinhalt leicht ausgezogen werden kann. Ein Vollauszug bis zum Anschlag der Führung bietet Einblick auf den gesamten Inhalt. So bleibt die eingerichtete Ordnung jederzeit bestehen. Höhenverstellbare Böden bieten eine optimale und flexible Ausrichtung auf die jeweiligen Staugüter. Eine Reling, einsetzbare Aufbewahrungskörbe und Drahtböden garantieren einen guten Einblick und fixieren die untergebrachten Vorräte, Utensilien und Geräte.

Der Vorteil gegenüber Schubladen und Innenauszügen: Der Schrankinhalt steht stets zur Gänze zur Verfügung. Eine durchgehende und einheitliche Schrankfront bietet eine ruhige und aufgeräumte Optik. Selbst in Ecken und Nischen, die keinen Platz für einen Schrank mit Schwenktür lassen, kann der Apothekerschrank gut genutzt werden. Zudem ist er von zwei Seiten zugänglich und lässt auch bei parallelem Zugriff größtmöglichen Komfort in der Handhabung zu.

Küchenplanung Tipps: Apothekerschränke

  1. Bei Bedarf lässt sich ein Hochschrank mit zwei Apothekerauszügen ausstatten, die jeweils einen unabhängigen Zugriff auf den oberen und unteren Schrankteil ermöglichen.

TIPP:

Bei glatten Regalböden aus Holz, Kunststoff oder Metall sollten Sie mit einer entsprechenden Antirutschbeschichtung für einen perfekten Halt Ihrer Staugüter sorgen.


  1. Drahtböden im Apothekerschrank sorgen für größtmögliche Transparenz. Bei kleinteiligen Staugütern empfiehlt sich hier die Unterbringung in einem Gefäß mit ebenem Boden, um Wackeln, Fallen oder Verrutschen zu verhindern.
  2. Aufbewahrungskörbe statt einfachen Böden bieten Halt für lose oder kleinteilige Elemente. Ob Geschirrtücher, Putzmittel oder Backzutaten – hier lassen sich Utensilien und Vorräte für den schnellen und bequemen Zugriff verstauen.

Eckschränke

Um den vorhandenen Stauraum optimal ausschöpfen zu können, ist es wichtig, dass die Ecken einer Kücheneinrichtung nutzbar gemacht werden können. Schränke, die sich über Eck erstrecken bieten viel Fläche für seltener gebrauchte und sperrige Küchengeräte. Damit diese gut erreichbar sind, stehen unterschiedliche Ausstattungsmöglichkeiten zur Wahl: Neben der richtigen Position und Größe der Schranktür gewährleisten vor allem dreh- und ausziehbare Schrankböden leichten Zugriff auf den gesamten Schrankinhalt.

Die verfügbaren Eckschränke lassen sich dabei in zwei unterschiedliche Typengruppen trennen: Während bei L-förmigen Eckschränken die Ecke in der Kücheneinrichtung erhalten bleibt und sich die Schränke unauffällig in die Küchenzeile integrieren, wird bei den 5-Eck-Schränken die Front abgeschrägt und damit die Schrankfläche deutlich erweitert.

Achtung! Je nach Hersteller werden nicht immer alle Varianten angeboten. Erkundigen Sie sich daher rechtzeitig vor der Küchenplanung nach dem jeweiligen Schrank-Programm.

Küchenplanung Tipps: Eckhängeschränke

  1. Ein Eckhängeschrank in klassischer Ausführung ist mit einer normalen Schwenktür ausgestattet. Hier kann der Eckraum zwar zum Verstauen genutzt werden, allerdings lässt sich die Ecke nicht einsehen: Ist der Schrank voll eingeräumt, muss im Weg Stehendes zunächst ausgeräumt werden.
  2. Praktischer ist dagegen ein Eckhängeschrank mit Vollzugriff.
  3. Hat der Eckhängeschrank einen abgeschrägten Frontzugriff, verfügen Sie über mehr Stauraum.

Küchenplanung Tipps: Eckunterschränke

  1. Als Eckunterschrank ist die traditionelle Ausführung mit totem Eckraum noch verbreitet – vor allem bei günstigen Kücheneinrichtungen findet sich diese Lösung häufig.
  2. Statt klassischer Einlegeböden setzen die meisten Küchenhersteller inzwischen auf sogenannte Schwenkauszüge, die sich mit Öffnen der Tür oder unabhängig davon aus dem Schrank ziehen lassen.
  3. Das großzügigste Platzangebot und den einfachsten Zugriff weist der sogenannte Le-Mans-Auszug auf. Geformt und benannt nach der berühmten Rennstrecke, kann er nicht nur aus dem Schrank herausgezogen, sondern auch parallel zum Schrank platziert werden. So wird der gesamte Boden zugänglich, ohne dass in den Schrank hineingegriffen werden muss. Bei manchen Herstellern mit „Magic Corner“ bezeichnet, findet sich dieses Prinzip etwas abgewandelt mit rechteckigen Böden, die mehr Grundfläche zur Verfügung stellen.

Küchenplanung Tipps: Eckunterschränke 2

  1. Auch für Unter- und Hochschränke gibt es die Möglichkeit, mit zwei über Eck schließenden Schranktüren einen Vollzugriff auf den Schrankraum zu erhalten.
  2. Einen praktischeren und bequemeren Vollzugriff bietet ein Eckschrank mit Dreiviertel-Rondell, bei dem sich die Tür während des Öffnens zusammenfaltet und so nicht im Weg ist.
  3. Mehr Platz stellt ein komplettes Rondell zur Verfügung, das allerdings nur mit einer Schwenktür realisiert werden kann.

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Innenauszüge und Ausstattung

Schubladen, ausziehbare Böden, Tablare mit und ohne Reling oder Aufbewahrungskörbe – die optimale Anpassung und Individualisierung der Kücheneinrichtung hat zu einer großen Vielfalt unterschiedlicher Schranktypen und Ausstattungsmerkmale geführt. Der Vorteil der Innenauszüge: Einheitliche, großflächige Fronten sorgen für einen ruhigen, aufgeräumten Eindruck, während die unterschiedlichen Innenauszüge Ordnung und Übersichtlichkeit im Schrank garantieren. So bieten bestimmte Hersteller Einbaulösungen für Elektrokleingeräte wie Toaster und Brotschneidemaschine, Einbauwaagen oder Brotkästen. Auch die passgenaue Unterbringung von Flaschen, Reinigungsutensilien und flexiblen Mülltrennsystemen finden sich in den aktuellen Küchenprogrammen namhafter Marken. Einige besonders nützliche oder außergewöhnliche Ausführungen und Ausstattungsoptionen stellen wir exemplarisch vor. Im Zweifelsfall gilt: Überlegen Sie, welche Güter Sie verstauen wollen und passen Sie Ihre Schrankausstattungen entsprechend an.


TIPP:

Bestehende Schränke oder einfache Schubladen lassen sich ebenso an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen. So führen viele Anbieter Schubladenböden mit Lochrastern, die eine Einteilung des Stauraums und die sichere Fixierung des Stauguts ermöglichen. Neben Besteckeinsätzen gibt es hierfür außerdem Tellereinsätze, mit denen das Verrutschen der Teller verhindert wird. Spezielle Topfdeckelhalter sorgen für Ordnung bei den Kochutensilien.


Küchenplanung Tipps: Innenschubladen

  1. Schubladen mit passenden Mülleinsätzen sorgen für eine ordentliche und sichere Unterbringung mehrerer Müllbehälter, üblicherweise unter der Spüle.
  2. Auszüge, in denen die Müllbehälter eingehängt werden können, verhindern ein zufälliges Umfallen oder Auskippen der Abfalleimer.
  3. Mit einem Auszug, der den Platz für Abfluss und Leitungen ausspart, lassen sich zudem Spülmittel, Reinigungszubehör und Müllbeutel im Spülenunterschrank unterbringen.

Küchenplanung Tipps: Sonderausstattung Unterschränke

  1. Handtuchstangenauszüge eignen sich vor allem für sehr schmale Schränke. Die oben im Schrank befestigten Stangen lassen sich einzeln oder zu mehreren ausziehen und verstauen Geschirrtücher griffbereit und unauffällig.
  2. In Kombination mit einem Vollauszug wird die Halterung für Geschirrhandtücher mitunter auch als feststehender Butler angeboten. Im unteren Korb finden zusätzlich noch Putzmittel und Reinigungsutensilien Platz.
  3. Getarnt als Schublade kann zudem ein Ausziehtisch in den Schrankkorpus integriert werden und so für mehr Arbeitsfläche oder einen Essplatz sorgen.

Achtung! Abhängig von Hersteller und Ausführung können sich Technik und Größe eines Ausziehtischs deutlich voneinander unterscheiden. Nicht immer lässt sich daher der Schrank noch zusätzlich als Stauraum verwenden; in manchen Fällen bietet er nur Platz für die Konstruktionsteile des Tisches.

Küchenplanung Tipps: Schrank mit Flaschentrage

  1. Ein Auszug mit integrierter Flaschentrage stellt Getränkevorräte und Leergut bereit und bringt sie transportfähig unter.

TIPP:

Auch ganze Getränkekisten können in einem solchen Auszugschrank gelagert werden. Hierfür empfehlen sich allerdings Großraumauszüge mit Sockelraumnutzung, wie sie viele Küchenhersteller regulär im Programm führen. Diese sind eigens auf schwere Lasten ausgelegt, besonders hoch, extra breit und sehr stabil.


Küchenplanung Tipps: Schränke mit Flaschen- und Brotauszug

  1. Alternativ zur Flaschentrage kann ebenfalls ein Flaschenregal im Schrank Platz finden, das die ganze Schrankhöhe ausnutzt und die verstauten Flaschen griffbereit präsentiert.
  2. Selbst für die Unterbringung von Brot und Baguette gibt es mittlerweile eigene Schranklösungen: Der Brotschrank- Auszug kann mit einem Brotbeutel und mehreren Ablagen ausgestattet werden, die Raum für Backwaren und Frühstücksutensilien bieten.

TIPP:

Auch normale Küchenschubladen lassen sich mit Brotkasten-Einsätzen versehen. Passgenau auf Einbauhöhe und -tiefe optimiert, wird hier ein Brotkasten mit herausnehmbaren Rost und Brotkrumenschale eingebaut.


Küchenplanung Tipps: Sockelleiste mit Küchenleiter

  1. Praktisch: Eine Trittleiter, die im Sockel aufbewahrt wird und auch hoch montierte Regale und Oberschränke bequem und sicher erreichbar macht.

Regaltypen

Für häufig benötigte Vorräte, Utensilien und Küchengeräte ist die Unterbringung in einem offenen Küchenregal besonders zweckmäßig. Vor allem in der Küchennische zwischen Ober- und Unterschränken hat sich die Nutzung eines Nischenregals bewährt: So sind Pfannenwender, Gewürze und Kräuter gleich in der Nähe von Herd und Arbeitsplatte verfügbar. Zudem lockert ein Regal die Küchenfront auf, bietet Raum für individuelle Akzente und macht auch Flächen nutzbar, die zu klein für einen Schrank sind.

Bei der Küchenplanung werden alle Regalelemente berücksichtigt, die fest zur Kücheneinrichtung gehören. Neben Flaschenregalen in Ober- und Unterschränken gehören dazu auch Abschluss- und Nischenregale.

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TIPP:

Zu viele freie Flächen und Regalfächer bedeuten einen erhöhten Putzaufwand, da sich hier schnell Staub fängt. Planen Sie Regalelemente daher sparsam ein oder greifen stattdessen auf Schränke mit Vitrinentüren zurück, wenn Sie den Reinigungs- und Pflegeaufwand in der Küche minimieren wollen.


Küchenplanung Tipps: Regaltypen

  1. Ein Abschlussregal ist eine gute Ergänzung für Ober- oder Unterschrank, wenn die zur Verfügung stehende Fläche nicht mehr für einen geschlossenen Schrank ausreicht. Auch Kücheninsel und Theke lassen sich mit einem Abschlussregal gestalten: Besonders in offenen Küchen kann so leicht die Verbindung von Küchen- und Wohnraum gelingen, wenn das Abschlussregal im Wohnraum beispielsweise für Zeitschriften, Bücher und Musik genutzt wird.
  2. Mit einem Wein- oder Flaschenregal im Unterschrank können zudem schmale Nischen ausgenutzt werden. Als Gestaltungselement von Theke oder Kochinsel setzen Flaschenregale Wein und Spirituosen gekonnt in Szene und schlagen die Brücke zwischen Koch- und Wohnbereich.

Küchenplanung Tipps: Nischenregal

  1. Bei Küchenzeilen, die an der Wand platziert werden, sind Nischenregale sehr beliebt und verbreitet, um oft benötigte Utensilien schnell und übersichtlich zu verstauen. Üblich sind zum einen Relingsysteme, die mit einer Stange aus Metall oder Holz an der Nischenrückwand der Küche befestigt werden. Zum anderen führen immer mehr Anbieter Nischenverkleidungen, die mit einer Führungsschiene abschließen, in die sich Utensilienhalter oder Haken direkt einhängen lassen.

TIPP:

Fast alle modernen Nischensysteme bieten mittlerweile Einsätze, mit denen sich Gewürze an der Reling befestigen lassen und die die Anbringung eines eigenen Gewürzregals überflüssig machen.


Die Kücheneinrichtung sollte zudem optimal auf die Ausstattung mit Elektrogeräten angepasst werden. Daher erhalten Sie in Kapitel 5 der Küchenplanung einen Überblick über die wichtigsten Elektrogeräte und Einbauten.


Erstellt in Zusammenarbeit mit:
Chef-kochmesser.de
Hailo
1-2-do.com by BOSCH
Schmidt Küchen

Adrian Kurras

Adrian Kurras ist Redakteur beim Küchenportal. Als passionierter Hobbykoch kennt er die täglichen Anforderungen, denen eine Küche gewachsen sein muss, aus eigener Erfahrung. Im Küchenmagazin schreibt er über Gestaltungsmöglichkeiten in der Küche, die richtige Einrichtung und alles, was dazu gehört.

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